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Montag, 8. Februar 2016

19. Todestag von Frank Böttcher

Frank Böttcher, 17 Jahre alt, Punk, möchte am 07. Februar 1997 eine Handverletzung im Klinikum Olvenstedt behandeln lassen. Auf dem Hinweg begegnet er einer Gruppe von Nazis, die ihn anpöbeln. Sie werden ihn ein paar Stunden später an der Haltestelle "Klinikum Olvenstedt" mit sieben Messerstichen und Fußtritten zum Kopf umbringen. Frank Böttcher musste sterben, weil er anders aussah als sie, weil er nicht in das Weltbild der Nazis passte.



Dienstag, 26. Januar 2016

Wehret den Anfängen - Mahnwache am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Der 27.01.2016 markiert den 71. Jahrestag der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und ist ein bundesweiter Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.

Ebenfalls an diesem Tag wird die AfD eine Wahlkampfveranstaltung mit dem thüringischen Landesvorsitzenden Björn Höcke durchführen. Höcke ist dafür bekannt, in der Öffentlichkeit offensiv rassistische, völkische und nationalistische Thesen zu vertreten. Auch die AfD Sachsen-Anhalt propagiert extrem rechte Positionen. Im Falle eines Einzugs in den Landtag wird die Partei keine Gelegenheit auslassen, soziale Widersprüche zu ethnisieren. Ihre Kernidentität ist völkisch-nationalistisch.

Freitag, 8. Mai 2015

70. Jahrestag der Befreiung - спасибо, merci, thank you, Allies - Wer nicht feiert, hat verloren!

Ein Aufruf von OLLi - Offene Linke Liste: Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation der faschistischen deutschen Wehrmacht. Dieses Ereignis feiert nun sein 70jähriges Jubiläum und wir feiern selbstverständlich mit. Wir feiern nicht nur, weil der schlimmste Krieg auf europäischem Boden endlich ein Ende fand. Wir feiern auch, weil mit dem 8.Mai 1945 die Herrschaft des deutschen Faschismus durch die Alliierten gebrochen wurde und Millionen Verfolgte und Unterdrückte nach Jahren des offenen Terrors endlich befreit wurden.

Samstag, 28. Februar 2015

Gedenken an die verfolgten und ermordeten Sinti und Roma

Am morgigen Sonntag jährt sich die Deportation der Magdeburger Sinti und Roma zum 80. Mal. Wir möchten dazu aufrufen, sich der Gedenkveranstaltung des Bündnis gegen Rechts anzuschließen und dokumentieren hier den Aufruf:

Am 4. März jährt sich zum 80. Mal der Beschluss der Stadt zur Einrichtung des sogenannten Zigeunerlagers am Holzweg. Dort mussten alle Sinti und Roma aus der Region Magdeburg unter widrigen Lebensumständen wohnen. Am 1. März 1943 wurde das Lager aufgelöst, seine Bewohner_innen nach Auschwitz deportiert und 340 von ihnen ermordet. Ihrer gedenkt das Bündnis gegen Rechts am Sonntag, den 1. März, um 16 Uhr an der Namensstele beim Florapark (Olvenstedter Graseweg).

Zum Hintergrund
Am 1. März 1943 wird das „Zigeunerlager“ Magdeburg in einer gemeinsamen Aktion von Gestapo und Polizei aufgelöst. Sämtliche Bewohner_innen werden verhaftet und mit 10 bis 15 Lastwagen zum Magdeburger Polizeipräsidium gebracht. Einige Sinti und Roma, die nicht im Lager gelebt haben, werden von der Polizei gewaltsam aus ihren Wohnungen gezerrt und ebenfalls im Polizeipräsidium inhaftiert. Tags darauf werden die Inhaftierten nach dem Eintreffen weiterer Sinti und Roma aus der Region vom Güterbahnhof mit dem Zug nach Auschwitz deportiert. Von 470 Deportierten überleben 340 den Holocaust nicht. 

(Quelle: Gedenkjahr Magdeburg)

Montag, 26. Januar 2015

Filmabend anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz

Dienstag, 27. Januar 2015
19:30 Uhr im Café Central

Zug des Lebens
F/R/NL/BE 1998, Regie: Radu Mihaileanu

1941. Ein kleines jüdisches Städtchen irgendwo im Osten Europas. Der Dorfnarr Schlomo überbringt den Bewohnern schlimme Nachrichten: die deutsche Wehrmacht stehe bereits im Nachbarort, die jüdische Bevölkerung werde deportiert. Noch am selben Abend ruft der Rabbi den Rat der Weisen zusammen und man berät was zu tun ist. Ausgerechnet Schlomo hat eine rettende Idee: die Selbstdeportation. Die Gemeinde kauft einen Zug, zwanzig Männer kleiden sich in deutsche Uniformen und lernen die deutsche Sprache. Eines Nachts kann sich der Zug mit allen Dorfbewohnern in Bewegung setzen, bewacht von den falschen SS-Männern. Das Ziel heißt jedoch nicht Auschwitz, sondern Palästina. [1]


Autorenfilmer Radu Mihaileanu ist mit ‚Zug des Lebens‘ das Kunststück gelungen, die schreckliche Thematik der Judenvernichtung in einem intelligenten, sensiblen und dabei oft brüllend komischen ‚Rail-Movie‘ zu verarbeiten. Den Vergleich mit Roberto Benignis Film ‚Das Leben ist schön‘ braucht der ‚Zug des Lebens‘ nicht zu scheuen. (Das Erste)

Der Eintritt ist frei. Veganes Catering von KSK gegen Spende wird angeboten.


[1] Institut für Kino und Filmkultur

Montag, 29. September 2014

Bergen-Belsen, ein Ort unvorstellbaren Grauens

Bericht zur Bildungsfahrt in die KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen am 20. September 2014

"Einmal wird dieser schreckliche Krieg doch aufhören, einmal werden wir auch wieder Menschen und nicht allein Juden sein." (Anne Frank, Tagebuch)

Wie schon im letzten Jahr veranstaltete die Linksjugend ['solid] Sachsen-Anhalt eine große Bildungsfahrt zur historischen Bildung. Am 20. September fuhren wir mit 19 Interessierten, Mitgliedern und Sympathisant*innen in die KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen nach Niedersachen.

Freitag, 26. September 2014

Nationalsozialismus? Hat es in Magdeburg nicht gegeben.

Im Magdeburger City Carré, bekannt als Konsumtempel im Schatten des deutlich beliebteren Allee Centers, ist derzeit eine Ausstellung zu sehen. Das allein ist jedoch von geringem Nachrichtenwert, denn Ausstellungen gibt es dort andauernd, zum Teil auch gar keine schlechten. Zuletzt gastierte dort beispielsweise die Wanderausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen", die die Auslandsgesellschaft, der Miteinander e.V. und die Landtagsfraktion der LINKEn nach Magdeburg holte. Was dort jetzt zu sehen ist, verschlägt uns allerdings die Sprache, da wir davon ausgegangen sind, dass ein gewisses Thema eigentlich nicht mehr diskutiert werden müsse. Ein Irrtum. Unsere Naivität endete mit einem gestrigen Besuch, der dazu gedacht war, uns selbst ein Bild dessen zu machen, was die Stadtschreiberin Anja Tuckermann hier mal aufgeschrieben hat: Verfälschung der Geschichte.

Montag, 7. Juli 2014

Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ vom 07. - 19.07. im City Carré

Die bilderreiche Ausstellung setzt sich auf 22 Tafeln mit den Verbrechen des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ in den Jahren 2000 bis 2007 sowie der gesellschaftlichen Aufarbeitung nach dem Auffliegen des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ im November 2011 auseinander.

Im ersten Teil der Ausstellung werden die Biografien von Enver Simsek, Abdurrahim Özüdogru, Süleyman Tasköprü, Mehmet Turgut, Habil Kilic, Ismail Yasar, Mehmet Kubasik, Theodoros Boulgarides, Halit Yozgat und Michele Kiesewetter dargestellt. Zu Wort kommen auch Angehörige der Mordopfer. Weitere Tafeln beschäftigen sich mit den Bombenanschlägen in Köln sowie den Banküberfällen, bei denen unschuldige Menschen teilweise lebensbedrohlich verletzt wurden.

Der zweite Teil beleuchtet die Neonaziszene der 1990er Jahre sowie die Hilfeleistungen an den NSU-Kern aus einem neonazistischen Netzwerk. Dargestellt werden auch die Gründe, warum die Mordserie nicht aufgedeckt wurde sowie der gesellschaftspolitische Umgang mit dem Themenkomplex nach dem Auffliegen der neonazistischen Terrorgruppe am 4. November 2011.

Mittwoch, 11. Juni 2014

Ausstellung - Zwangsarbeit und KZ-Haft in Magdeburg

Ab kommenden Montag, den 16.06.14, 09.00 Uhr, wird es im Foyer des Gebäude 22 (Vilfredo-Pareto-Gebäude) eine Ausstellung zu Zwangsarbeit und KZ-Haft in Magdeburg geben.

Die Austellung entstand in Zusammenarbeit des ‚Netzwerks für Demokratie und Courage Sachsen-Anhalt e.V.‘ (NDC) mit dem ‚Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V.‘. Sie bietet Einblicke in die Schrecken der Kriegsswirtschaft und regt damit zur Diskussion über schmerzliche und verdrängte Wahrheiten an, die ganz Deutschland und im Konkreten auch Teile der Magdeburger Bevölkerung betreffen.



Dienstag, 27. Mai 2014

Mahnwache in Erinnerung an den 20. Jahrestag der Magdeburger 'Himmelfahrtskrawalle'

An Christi Himmelfahrt vor 20 Jahren, genauer am 12. Mai 1994, erlebte Magdeburg mit den 'Himmelfahrtskrawallen' eine selten da gewesene Eruption des Hasses. Stundenlang jagten Neonazis und "besorgte Bürger" Menschen anderer Hautfarbe oder vermuteter Herkunft durch die Stadt, um sie zusammenzuschlagen. 


Infolgedessen starb wenige Monate später Farid Boukhit, bis heute kein anerkanntes Opfer rechter und rassistischer Gewalt. Nach Opferangaben habe die Polizei die Neonazis nicht nur nicht aufgehalten, sondern auch noch ermutigt.

Dienstag, 6. Mai 2014

Wer nicht feiert, hat verloren! Warum es richtig und wichtig ist, den "Tag der Befreiung" zu feiern

Filmabend: DIE RITCHIE BOYS
Im Anschluss: Befreiungsparty anlässlich des "Tages der Befreiung"
 
Wann? Donnerstag, 08. Mai 2014, 19 Uhr
Wo? Thiembuktu (Garten, Open Air), Thiemstraße 13, 39104 Magdeburg. Wegbeschreibung: http://goo.gl/maps/w9HJh
 


Der Film "Die Ritchie Boys" erzählt die Geschichte einer geheimen Einheit der US-Army während des zweiten Weltkriegs. Sie bestand vorwiegend aus jungen Deutschen, nicht wenige von ihnen Juden, die nach ihrer Flucht vor den Nazis in Amerika eine neue Heimat gefunden hatten. In Camp Ritchie, Maryland durchliefen sie in ein rigoroses Trainingsprogramm, das sie auf ihren Einsatz in Europa vorbereitete. Die braunen Machthaber hatten sie vertrieben und ihre Familien ermordet. Sie wollten als Sieger in die alte Heimat zurück kehren. Zu den Männern, die in Camp Ritchie ausgebildet wurden, gehörten so bekannte Namen wie der Journalist und Bestseller-Autor Hans Habe, Klaus Mann, Sohn von Thomas Mann, der Schriftsteller Stefan Heym, der Prager Regisseur Hanus Burger, oder David Robert Seymour, Mitbegründer der Fotoagentur Magnum. 

Dienstag, 15. April 2014

Politische Filmreihe "World Cinema" geht in die 3. Runde


Linksjugend ['solid] und SDS.Die Linke Magdeburg laden zur nunmehr 3. Auflage der beliebten politischen Filmreihe "World Cinema" ein. Im Zeitraum vom 30. April bis zum 21. Mai 2014 wollen wir wieder mit vier Filmen in vier Wochen auf vier verschiedene Themenkomplexe aufmerksam machen, die allesamt sowohl eine kommunale als auch eine europäische oder globale Dimension haben. Dazu haben wir zum Teil Expert*innen eingeladen, mit denen wir über die aufgeworfenen Problemstellungen diskutieren wollen. Der Eintritt ist wie immer frei. Zu allen Veranstaltungen bietet die vegan-anarchistische Kochgruppe "Kochupy" leckere Snacks gegen Spende an.

Mittwoch, 19. März 2014

Aufruf zur Aktionswoche gegen Antiziganismus vom 05. - 13. April 2014

An­ti­zi­ga­nis­mus hat Kon­junk­tur in Eu­ro­pa. Roma wer­den in vie­len Län­dern des Kon­ti­nents sys­te­ma­tisch aus­ge­grenzt und ver­folgt. Po­gro­me, Hetz­jag­den und ras­sis­ti­sche Morde in Un­garn, Tsche­chi­en oder Ita­li­en bil­den dabei nur die Spit­ze des Eis­ber­ges. Die of­fe­ne Feind­schaft ge­gen­über Men­schen, die von den Dis­kri­mi­nie­ren­den mit der Fremd­zu­schrei­bung „Zi­geu­ner“ klas­si­fi­ziert wer­den, er­lebt aber auch in Deutsch­land einen lange nicht mehr da ge­we­se­nen Wi­der­hall. Die letz­ten Mo­na­te waren ge­prägt durch res­sen­ti­m­ent­be­haf­te­te „De­bat­ten“ rund um die Be­grif­fe „So­zi­al­tou­ris­mus“ und „Ar­muts­zu­wan­de­rung“, vor allem aus­ge­löst durch die seit 1. Ja­nu­ar 2014 gel­ten­de EU-​Ar­beit­neh­mer-​in­nen­frei­zü­gig­keit für Men­schen aus Bul­ga­ri­en und Ru­mä­ni­en. Füh­ren­de Ver­tre­ter*innen der hie­si­gen Volks­par­tei­en tor­pe­die­ren seit­dem kon­ti­nu­ier­lich un­ver­äu­ßer­li­che Grund­rech­te wie das Recht auf Frei­zü­gig­keit, um im Hin­blick auf an­ste­hen­de Wah­len po­li­ti­sches Ka­pi­tal zu ge­ne­rie­ren – denn mit Aus­gren­zung und Ras­sis­mus ließ sich schon immer gut Wahl­kampf ma­chen. 

Mittwoch, 5. Februar 2014

17. Todestag von Frank Böttcher - Nichts und niemand ist vergessen!

Frank Böttcher, 17 Jahre alt, Punk, möchte am 07. Februar 1997 eine Handverletzung im Klinikum Olvenstedt behandeln lassen. Auf dem Hinweg begegnet er einer Gruppe von Nazis, die ihn anpöbeln. Sie werden ihn ein paar Stunden später an der Haltestelle "Klinikum Olvenstedt" mit sieben Messerstichen und Fußtritten zum Kopf umbringen. Frank Böttcher musste sterben, weil er anders aussah als sie, weil er nicht in das Weltbild der Nazis passte.

Dienstag, 21. Januar 2014

Reflexionen zum Naziaufmarsch am 18. Januar 2014 in Magdeburg

Wieder einmal konnten hunderte Nazis weitestgehend ungestört durch Magdeburg marschieren, wieder einmal ist dies einer logistischen „Meisterleistung“ der Polizei zu verdanken, wieder einmal müssen die Blockadebündnisse einen Rückschlag hinnehmen. Doch es war nicht alles schlecht am Samstag, den 18. Januar 2014. Unsere Schilderungen berufen sich auf mehrfach verifizierte Informationen und Tatsachenbeschreibungen von Augen- und Ohrenzeug*innen sowie veröffentliche Informationen von Medienschaffenden, Bündnissen etc.



Mittwoch, 18. Dezember 2013

Ausstellung "HASS VERNICHTET" von und mit Irmela Mensah-Schramm, ab 08.01.14 in Magdeburg

Überall in deutschen Städten und Dörfern findet man sie: menschenverachtende Graffiti, Hass-Schmierereien. Irmela Mensah-Schramm, seit Jahrzehnten unterwegs mit Spachtel, Bürsten, Lösungsmittel, Pinsel und Farbe, um diese Zeugnisse des Hasses zu entfernen. Dabei dokumentierte die selbst ernannte "Polit-Putze" ihre Arbeit und stellte daraus ihre Ausstellung zusammen, um die Betrachter*innen für die Allgegenwärtigkeit des Hasses in unserer Gesellschaft zu sensibilisieren.

Sonntag, 10. November 2013

Filmabend: "Zug des Lebens" im Thiembuktu in Erinnerung an die Reichspogromnacht

Anlässlich der Reichsprogromnacht vor 75 Jahren in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zeigt das Thiembuktu Film "Zug des Lebens". [1]

Wo? Thiembuktu, WABE e.V., Thiemstraße 13, 39104 Magdeburg
Wann? Do, 14.11.13, ab 19 Uhr
Handlung: Die Bewohner eines osteuropäischen "Schtetls" beschließen, den anrückenden Deutschen zuvorzukommen, und sich selbst mit einem Zug nach Palästina zu "deportieren".

„Eine bittere Komödie vor dem Hintergrund der Shoah, die das Tragische im Komischen spürbar werden lässt und dem typisch jiddischen Humor ein Denkmal setzt. Zwar hätten manche Charaktere der Vertiefung bedurft, insgesamt aber ist der (hervorragend gespielte) Film eine überdenkenswerte Auseinandersetzung mit dem Thema Holocaust, der trotz aller erzählerischen Leichtigkeit das Leben als Albtraum schildert.“
– Lexikon des Internationalen Films

Montag, 9. September 2013

Bildungsfahrt in die Gedenkstätte "Buchenwald" am 19.10.13

Als am 11. April 1945 die Spitzen der 3. US-Army die Gebiete um den Ettersberg bei Weimar einnahmen bot sich ihnen ein Bild der Grausamkeit. In dem Konzentrationslager Buchenwald waren zwischen 1937 und 1945 ca. 225.000 Menschen inhaftiert. Jüdinen und Juden, KommunistInnen, Homosexuelle, Sinti und Roma, Kriegsgefangene und viele mehr, die nicht ins Weltbild der Nationalsozialisten passten, waren unter menschenunwürdigsten Bedingungen im Arbeitslager zusammengepfercht. Fast 60.000 Menschen fanden in diesem Wahnsinn den Tod.


Montag, 8. Juli 2013

Bildungsfahrt in die Synagoge Gröbzig am 14. Juli 2013

Liebe Genoss*innen und Sympathisant*innen,

letztes Jahr haben wir drei Bildungsfahrten auf der LMV beschlossen. Die erste haben wir im Februar sehr erfolgreich und mit viel Interesse in die "Euthanasie"-Gedenkstätte Bernburg unternommen. Im Juli steht nun die zweite Fahrt in die ehemalige Synagoge Gröbzig an, zu der wir euch herzlich einladen wollen. Am Sonntag, den 14.07., wollen wir uns gemeinsam über Geschichte und Kultur der jüdischen Gemeinden in Sachsen-Anhalt informieren, die mit der Shoa fast vollständig ausgelöscht wurden. Bitte meldet euch schnell an, damit wir dem Museum mitteilen können, wie viele Leute wir werden.

Montag, 6. Mai 2013

Befreiungsumtrunk am 08. Mai

08. Mai: Tag der Befreiung - Wer nicht feiert, hat verloren!

Am 08. Mai 1945 trat die am Tag zuvor in Reims unterzeichnete "Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht" in Kraft. Der mörderische, vom faschistischen Deutschland entfesselte 2. Weltkrieg war beendet. Doch schon nach wenigen Jahren zeichnete sich ab, dass der Diskurs insbesondere in der BRD reaktionär und revisionistisch verlaufen würde. Während der 08. Mai in der DDR zwischenzeitlich zum gesetzlichen Feiertag "Tag der Befreiung des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus" wurde, versah man diesen Tag in der BRD mit dem Duktus der schmachvollen, totalen Niederlage. Des Weiteren ranken sich diverse Verschwörungstheorien rund um den 08. Mai, die den völkerrechtlichen Status der BRD in Zweifel ziehen, oftmals unter dem Stichwort "BRD GmBH" oder "Reichsdeutsche" kursierend. Demnach sei das Deutsche Reich nie aufgelöst worden und seit Ende des Krieges unter Fremdherrschaft oder Besatzung. Auch Popidole wie Xavier Naidoo verbreiten diesen Schwachsinn immer wieder.