Frank Böttcher, 17 Jahre alt, Punk, möchte am 07. Februar 1997 eine
Handverletzung im Klinikum Olvenstedt behandeln lassen. Auf dem Hinweg
begegnet er einer Gruppe von Nazis, die ihn anpöbeln. Sie werden ihn ein
paar Stunden später an der Haltestelle "Klinikum Olvenstedt" mit sieben
Messerstichen und Fußtritten zum Kopf umbringen. Frank Böttcher musste
sterben, weil er anders aussah als sie, weil er nicht in das Weltbild
der Nazis passte.
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Montag, 8. Februar 2016
19. Todestag von Frank Böttcher
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Dienstag, 26. Januar 2016
Wehret den Anfängen - Mahnwache am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Der 27.01.2016 markiert den 71. Jahrestag der
Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und ist ein
bundesweiter Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.Ebenfalls an diesem Tag wird die AfD eine Wahlkampfveranstaltung mit dem thüringischen Landesvorsitzenden Björn Höcke durchführen. Höcke ist dafür bekannt, in der Öffentlichkeit offensiv rassistische, völkische und nationalistische Thesen zu vertreten. Auch die AfD Sachsen-Anhalt propagiert extrem rechte Positionen. Im Falle eines Einzugs in den Landtag wird die Partei keine Gelegenheit auslassen, soziale Widersprüche zu ethnisieren. Ihre Kernidentität ist völkisch-nationalistisch.
Freitag, 8. Mai 2015
70. Jahrestag der Befreiung - спасибо, merci, thank you, Allies - Wer nicht feiert, hat verloren!
Ein Aufruf von OLLi - Offene Linke Liste: Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa
mit der bedingungslosen Kapitulation der faschistischen deutschen
Wehrmacht. Dieses Ereignis feiert nun sein 70jähriges Jubiläum und wir
feiern selbstverständlich mit. Wir feiern nicht nur, weil der schlimmste
Krieg auf europäischem Boden endlich ein Ende fand. Wir feiern auch,
weil mit dem 8.Mai 1945 die Herrschaft des deutschen Faschismus durch
die Alliierten gebrochen wurde und Millionen Verfolgte und Unterdrückte
nach Jahren des offenen Terrors endlich befreit wurden.
Samstag, 28. Februar 2015
Gedenken an die verfolgten und ermordeten Sinti und Roma
Am morgigen Sonntag jährt sich die Deportation der Magdeburger Sinti und Roma zum 80. Mal. Wir möchten dazu aufrufen, sich der Gedenkveranstaltung des Bündnis gegen Rechts anzuschließen und dokumentieren hier den Aufruf:
Am 4. März jährt sich zum 80. Mal der Beschluss der Stadt zur Einrichtung des sogenannten Zigeunerlagers am Holzweg. Dort mussten alle Sinti und Roma aus der Region Magdeburg unter widrigen Lebensumständen wohnen. Am 1. März 1943 wurde das Lager aufgelöst, seine Bewohner_innen nach Auschwitz deportiert und 340 von ihnen ermordet. Ihrer gedenkt das Bündnis gegen Rechts am Sonntag, den 1. März, um 16 Uhr an der Namensstele beim Florapark (Olvenstedter Graseweg).
Zum Hintergrund
Am 1. März 1943 wird das „Zigeunerlager“ Magdeburg in einer gemeinsamen Aktion von Gestapo und Polizei aufgelöst. Sämtliche Bewohner_innen werden verhaftet und mit 10 bis 15 Lastwagen zum Magdeburger Polizeipräsidium gebracht. Einige Sinti und Roma, die nicht im Lager gelebt haben, werden von der Polizei gewaltsam aus ihren Wohnungen gezerrt und ebenfalls im Polizeipräsidium inhaftiert. Tags darauf werden die Inhaftierten nach dem Eintreffen weiterer Sinti und Roma aus der Region vom Güterbahnhof mit dem Zug nach Auschwitz deportiert. Von 470 Deportierten überleben 340 den Holocaust nicht.
(Quelle: Gedenkjahr Magdeburg)
Am 4. März jährt sich zum 80. Mal der Beschluss der Stadt zur Einrichtung des sogenannten Zigeunerlagers am Holzweg. Dort mussten alle Sinti und Roma aus der Region Magdeburg unter widrigen Lebensumständen wohnen. Am 1. März 1943 wurde das Lager aufgelöst, seine Bewohner_innen nach Auschwitz deportiert und 340 von ihnen ermordet. Ihrer gedenkt das Bündnis gegen Rechts am Sonntag, den 1. März, um 16 Uhr an der Namensstele beim Florapark (Olvenstedter Graseweg).
Zum Hintergrund
Am 1. März 1943 wird das „Zigeunerlager“ Magdeburg in einer gemeinsamen Aktion von Gestapo und Polizei aufgelöst. Sämtliche Bewohner_innen werden verhaftet und mit 10 bis 15 Lastwagen zum Magdeburger Polizeipräsidium gebracht. Einige Sinti und Roma, die nicht im Lager gelebt haben, werden von der Polizei gewaltsam aus ihren Wohnungen gezerrt und ebenfalls im Polizeipräsidium inhaftiert. Tags darauf werden die Inhaftierten nach dem Eintreffen weiterer Sinti und Roma aus der Region vom Güterbahnhof mit dem Zug nach Auschwitz deportiert. Von 470 Deportierten überleben 340 den Holocaust nicht.
(Quelle: Gedenkjahr Magdeburg)
Montag, 26. Januar 2015
Filmabend anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz
Dienstag, 27. Januar 2015
19:30 Uhr im Café Central
Zug des Lebens
F/R/NL/BE 1998, Regie: Radu Mihaileanu
1941. Ein kleines jüdisches Städtchen irgendwo im Osten Europas. Der Dorfnarr Schlomo überbringt den Bewohnern schlimme Nachrichten: die deutsche Wehrmacht stehe bereits im Nachbarort, die jüdische Bevölkerung werde deportiert. Noch am selben Abend ruft der Rabbi den Rat der Weisen zusammen und man berät was zu tun ist. Ausgerechnet Schlomo hat eine rettende Idee: die Selbstdeportation. Die Gemeinde kauft einen Zug, zwanzig Männer kleiden sich in deutsche Uniformen und lernen die deutsche Sprache. Eines Nachts kann sich der Zug mit allen Dorfbewohnern in Bewegung setzen, bewacht von den falschen SS-Männern. Das Ziel heißt jedoch nicht Auschwitz, sondern Palästina. [1]
Autorenfilmer Radu Mihaileanu ist mit ‚Zug des Lebens‘ das Kunststück gelungen, die schreckliche Thematik der Judenvernichtung in einem intelligenten, sensiblen und dabei oft brüllend komischen ‚Rail-Movie‘ zu verarbeiten. Den Vergleich mit Roberto Benignis Film ‚Das Leben ist schön‘ braucht der ‚Zug des Lebens‘ nicht zu scheuen. (Das Erste)
Der Eintritt ist frei. Veganes Catering von KSK gegen Spende wird angeboten.
[1] Institut für Kino und Filmkultur
19:30 Uhr im Café Central
Zug des Lebens
F/R/NL/BE 1998, Regie: Radu Mihaileanu
1941. Ein kleines jüdisches Städtchen irgendwo im Osten Europas. Der Dorfnarr Schlomo überbringt den Bewohnern schlimme Nachrichten: die deutsche Wehrmacht stehe bereits im Nachbarort, die jüdische Bevölkerung werde deportiert. Noch am selben Abend ruft der Rabbi den Rat der Weisen zusammen und man berät was zu tun ist. Ausgerechnet Schlomo hat eine rettende Idee: die Selbstdeportation. Die Gemeinde kauft einen Zug, zwanzig Männer kleiden sich in deutsche Uniformen und lernen die deutsche Sprache. Eines Nachts kann sich der Zug mit allen Dorfbewohnern in Bewegung setzen, bewacht von den falschen SS-Männern. Das Ziel heißt jedoch nicht Auschwitz, sondern Palästina. [1]
Autorenfilmer Radu Mihaileanu ist mit ‚Zug des Lebens‘ das Kunststück gelungen, die schreckliche Thematik der Judenvernichtung in einem intelligenten, sensiblen und dabei oft brüllend komischen ‚Rail-Movie‘ zu verarbeiten. Den Vergleich mit Roberto Benignis Film ‚Das Leben ist schön‘ braucht der ‚Zug des Lebens‘ nicht zu scheuen. (Das Erste)
Der Eintritt ist frei. Veganes Catering von KSK gegen Spende wird angeboten.
[1] Institut für Kino und Filmkultur
Montag, 29. September 2014
Bergen-Belsen, ein Ort unvorstellbaren Grauens
Bericht zur Bildungsfahrt in die KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen am 20. September 2014
"Einmal
wird dieser schreckliche Krieg doch aufhören, einmal werden wir auch
wieder Menschen und nicht allein Juden sein." (Anne Frank, Tagebuch)
Wie schon im letzten Jahr veranstaltete die Linksjugend ['solid] Sachsen-Anhalt eine große Bildungsfahrt zur historischen Bildung. Am 20. September fuhren wir mit 19 Interessierten, Mitgliedern und Sympathisant*innen in die KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen nach Niedersachen.
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Landesverband
Freitag, 26. September 2014
Nationalsozialismus? Hat es in Magdeburg nicht gegeben.
Im
Magdeburger City Carré, bekannt als Konsumtempel im Schatten des
deutlich beliebteren Allee Centers, ist derzeit eine Ausstellung zu
sehen. Das allein ist jedoch von geringem Nachrichtenwert, denn
Ausstellungen gibt es dort andauernd, zum Teil auch gar keine
schlechten. Zuletzt gastierte dort beispielsweise die Wanderausstellung
"Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen", die die
Auslandsgesellschaft, der Miteinander e.V. und die Landtagsfraktion der
LINKEn nach Magdeburg holte. Was dort jetzt zu sehen ist, verschlägt uns
allerdings die Sprache, da wir davon ausgegangen sind, dass ein
gewisses Thema eigentlich nicht mehr diskutiert werden müsse. Ein
Irrtum. Unsere Naivität endete mit einem gestrigen Besuch, der dazu
gedacht war, uns selbst ein Bild dessen zu machen, was die
Stadtschreiberin Anja Tuckermann hier mal aufgeschrieben hat:
Verfälschung der Geschichte.
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Montag, 7. Juli 2014
Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ vom 07. - 19.07. im City Carré
Die bilderreiche Ausstellung setzt sich auf 22 Tafeln mit den
Verbrechen des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ in den Jahren 2000
bis 2007 sowie der gesellschaftlichen Aufarbeitung nach dem Auffliegen
des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ im November 2011 auseinander.
Im ersten Teil der Ausstellung werden die Biografien von Enver
Simsek, Abdurrahim Özüdogru, Süleyman Tasköprü, Mehmet Turgut, Habil
Kilic, Ismail Yasar, Mehmet Kubasik, Theodoros Boulgarides, Halit Yozgat
und Michele Kiesewetter dargestellt. Zu Wort kommen auch Angehörige der
Mordopfer. Weitere Tafeln beschäftigen sich mit den Bombenanschlägen in
Köln sowie den Banküberfällen, bei denen unschuldige Menschen teilweise
lebensbedrohlich verletzt wurden.
Der zweite Teil beleuchtet die Neonaziszene der 1990er Jahre sowie
die Hilfeleistungen an den NSU-Kern aus einem neonazistischen Netzwerk.
Dargestellt werden auch die Gründe, warum die Mordserie nicht aufgedeckt
wurde sowie der gesellschaftspolitische Umgang mit dem Themenkomplex
nach dem Auffliegen der neonazistischen Terrorgruppe am 4. November
2011.
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Mittwoch, 11. Juni 2014
Ausstellung - Zwangsarbeit und KZ-Haft in Magdeburg
Ab kommenden Montag, den 16.06.14, 09.00 Uhr, wird es
im Foyer des Gebäude 22 (Vilfredo-Pareto-Gebäude) eine Ausstellung zu
Zwangsarbeit und KZ-Haft in Magdeburg geben.
Die Austellung entstand in Zusammenarbeit des ‚Netzwerks für Demokratie und Courage Sachsen-Anhalt e.V.‘ (NDC) mit dem ‚Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V.‘. Sie bietet Einblicke in die Schrecken der Kriegsswirtschaft und regt damit zur Diskussion über schmerzliche und verdrängte Wahrheiten an, die ganz Deutschland und im Konkreten auch Teile der Magdeburger Bevölkerung betreffen.
Die Austellung entstand in Zusammenarbeit des ‚Netzwerks für Demokratie und Courage Sachsen-Anhalt e.V.‘ (NDC) mit dem ‚Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V.‘. Sie bietet Einblicke in die Schrecken der Kriegsswirtschaft und regt damit zur Diskussion über schmerzliche und verdrängte Wahrheiten an, die ganz Deutschland und im Konkreten auch Teile der Magdeburger Bevölkerung betreffen.
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Dienstag, 27. Mai 2014
Mahnwache in Erinnerung an den 20. Jahrestag der Magdeburger 'Himmelfahrtskrawalle'
An Christi Himmelfahrt vor 20 Jahren, genauer am 12. Mai 1994, erlebte Magdeburg mit den
'Himmelfahrtskrawallen' eine selten da gewesene Eruption des Hasses.
Stundenlang jagten Neonazis und "besorgte Bürger" Menschen anderer
Hautfarbe oder vermuteter Herkunft durch die Stadt, um sie
zusammenzuschlagen.
Infolgedessen starb wenige Monate später Farid Boukhit, bis heute kein anerkanntes Opfer rechter und rassistischer Gewalt. Nach Opferangaben habe die Polizei die Neonazis nicht nur nicht aufgehalten, sondern auch noch ermutigt.
Infolgedessen starb wenige Monate später Farid Boukhit, bis heute kein anerkanntes Opfer rechter und rassistischer Gewalt. Nach Opferangaben habe die Polizei die Neonazis nicht nur nicht aufgehalten, sondern auch noch ermutigt.
Dienstag, 6. Mai 2014
Wer nicht feiert, hat verloren! Warum es richtig und wichtig ist, den "Tag der Befreiung" zu feiern
Filmabend: DIE RITCHIE BOYS
Im Anschluss: Befreiungsparty anlässlich des "Tages der Befreiung"
Wann? Donnerstag, 08. Mai 2014, 19 Uhr
Wo? Thiembuktu (Garten, Open Air), Thiemstraße 13, 39104 Magdeburg. Wegbeschreibung: http://goo.gl/maps/w9HJh
Der Film "Die Ritchie Boys" erzählt die Geschichte einer geheimen Einheit der US-Army während des zweiten Weltkriegs. Sie bestand vorwiegend aus jungen Deutschen, nicht wenige von ihnen Juden, die nach ihrer Flucht vor den Nazis in Amerika eine neue Heimat gefunden hatten. In Camp Ritchie, Maryland durchliefen sie in ein rigoroses Trainingsprogramm, das sie auf ihren Einsatz in Europa vorbereitete. Die braunen Machthaber hatten sie vertrieben und ihre Familien ermordet. Sie wollten als Sieger in die alte Heimat zurück kehren. Zu den Männern, die in Camp Ritchie ausgebildet wurden, gehörten so bekannte Namen wie der Journalist und Bestseller-Autor Hans Habe, Klaus Mann, Sohn von Thomas Mann, der Schriftsteller Stefan Heym, der Prager Regisseur Hanus Burger, oder David Robert Seymour, Mitbegründer der Fotoagentur Magnum.
Im Anschluss: Befreiungsparty anlässlich des "Tages der Befreiung"
Wann? Donnerstag, 08. Mai 2014, 19 Uhr
Wo? Thiembuktu (Garten, Open Air), Thiemstraße 13, 39104 Magdeburg. Wegbeschreibung: http://goo.gl/maps/w9HJh
Der Film "Die Ritchie Boys" erzählt die Geschichte einer geheimen Einheit der US-Army während des zweiten Weltkriegs. Sie bestand vorwiegend aus jungen Deutschen, nicht wenige von ihnen Juden, die nach ihrer Flucht vor den Nazis in Amerika eine neue Heimat gefunden hatten. In Camp Ritchie, Maryland durchliefen sie in ein rigoroses Trainingsprogramm, das sie auf ihren Einsatz in Europa vorbereitete. Die braunen Machthaber hatten sie vertrieben und ihre Familien ermordet. Sie wollten als Sieger in die alte Heimat zurück kehren. Zu den Männern, die in Camp Ritchie ausgebildet wurden, gehörten so bekannte Namen wie der Journalist und Bestseller-Autor Hans Habe, Klaus Mann, Sohn von Thomas Mann, der Schriftsteller Stefan Heym, der Prager Regisseur Hanus Burger, oder David Robert Seymour, Mitbegründer der Fotoagentur Magnum.
Dienstag, 15. April 2014
Politische Filmreihe "World Cinema" geht in die 3. Runde
Linksjugend ['solid] und SDS.Die Linke Magdeburg laden zur nunmehr 3. Auflage der beliebten politischen Filmreihe "World Cinema" ein. Im Zeitraum vom 30. April bis zum 21. Mai 2014 wollen wir wieder mit vier Filmen in vier Wochen auf vier verschiedene Themenkomplexe aufmerksam machen, die allesamt sowohl eine kommunale als auch eine europäische oder globale Dimension haben. Dazu haben wir zum Teil Expert*innen eingeladen, mit denen wir über die aufgeworfenen Problemstellungen diskutieren wollen. Der Eintritt ist wie immer frei. Zu allen Veranstaltungen bietet die vegan-anarchistische Kochgruppe "Kochupy" leckere Snacks gegen Spende an.
Mittwoch, 19. März 2014
Aufruf zur Aktionswoche gegen Antiziganismus vom 05. - 13. April 2014
Antiziganismus hat Konjunktur in Europa.
Roma werden in vielen Ländern des Kontinents systematisch
ausgegrenzt und verfolgt. Pogrome, Hetzjagden und
rassistische Morde in Ungarn, Tschechien oder Italien bilden
dabei nur die Spitze des Eisberges. Die offene Feindschaft
gegenüber Menschen, die von den Diskriminierenden mit der
Fremdzuschreibung „Zigeuner“ klassifiziert werden, erlebt
aber auch in Deutschland einen lange nicht mehr da gewesenen
Widerhall. Die letzten Monate waren geprägt durch
ressentimentbehaftete „Debatten“ rund um die Begriffe
„Sozialtourismus“ und „Armutszuwanderung“, vor allem
ausgelöst durch die seit 1. Januar 2014 geltende
EU-Arbeitnehmer-innenfreizügigkeit für Menschen aus
Bulgarien und Rumänien. Führende Vertreter*innen der
hiesigen Volksparteien torpedieren seitdem kontinuierlich
unveräußerliche Grundrechte wie das Recht auf Freizügigkeit,
um im Hinblick auf anstehende Wahlen politisches Kapital zu
generieren – denn mit Ausgrenzung und Rassismus ließ sich schon
immer gut Wahlkampf machen.
Mittwoch, 5. Februar 2014
17. Todestag von Frank Böttcher - Nichts und niemand ist vergessen!
Frank Böttcher, 17 Jahre alt, Punk, möchte am 07. Februar 1997 eine Handverletzung im Klinikum Olvenstedt behandeln lassen. Auf dem Hinweg begegnet er einer Gruppe von Nazis, die ihn anpöbeln. Sie werden ihn ein paar Stunden später an der Haltestelle "Klinikum Olvenstedt" mit sieben Messerstichen und Fußtritten zum Kopf umbringen. Frank Böttcher musste sterben, weil er anders aussah als sie, weil er nicht in das Weltbild der Nazis passte.
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Dienstag, 21. Januar 2014
Reflexionen zum Naziaufmarsch am 18. Januar 2014 in Magdeburg
Wieder einmal konnten hunderte Nazis weitestgehend ungestört durch Magdeburg marschieren, wieder einmal ist dies einer logistischen „Meisterleistung“ der Polizei zu verdanken, wieder einmal müssen die Blockadebündnisse einen Rückschlag hinnehmen. Doch es war nicht alles schlecht am Samstag, den 18. Januar 2014. Unsere Schilderungen berufen sich auf mehrfach verifizierte Informationen und Tatsachenbeschreibungen von Augen- und Ohrenzeug*innen sowie veröffentliche Informationen von Medienschaffenden, Bündnissen etc.
Mittwoch, 18. Dezember 2013
Ausstellung "HASS VERNICHTET" von und mit Irmela Mensah-Schramm, ab 08.01.14 in Magdeburg
Überall in deutschen Städten und Dörfern findet man sie: menschenverachtende Graffiti, Hass-Schmierereien. Irmela Mensah-Schramm, seit Jahrzehnten unterwegs mit Spachtel, Bürsten, Lösungsmittel, Pinsel und Farbe, um diese Zeugnisse des Hasses zu entfernen. Dabei dokumentierte die selbst ernannte "Polit-Putze" ihre Arbeit und stellte daraus ihre Ausstellung zusammen, um die Betrachter*innen für die Allgegenwärtigkeit des Hasses in unserer Gesellschaft zu sensibilisieren.
Sonntag, 10. November 2013
Filmabend: "Zug des Lebens" im Thiembuktu in Erinnerung an die Reichspogromnacht
Anlässlich der Reichsprogromnacht vor 75 Jahren in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zeigt das Thiembuktu Film "Zug des Lebens". [1]
Wo? Thiembuktu, WABE e.V., Thiemstraße 13, 39104 Magdeburg
Wann? Do, 14.11.13, ab 19 Uhr
Handlung: Die Bewohner eines osteuropäischen "Schtetls" beschließen, den anrückenden Deutschen zuvorzukommen, und sich selbst mit einem Zug nach Palästina zu "deportieren".
„Eine bittere Komödie vor dem Hintergrund der Shoah, die das Tragische im Komischen spürbar werden lässt und dem typisch jiddischen Humor ein Denkmal setzt. Zwar hätten manche Charaktere der Vertiefung bedurft, insgesamt aber ist der (hervorragend gespielte) Film eine überdenkenswerte Auseinandersetzung mit dem Thema Holocaust, der trotz aller erzählerischen Leichtigkeit das Leben als Albtraum schildert.“
– Lexikon des Internationalen Films
Wo? Thiembuktu, WABE e.V., Thiemstraße 13, 39104 Magdeburg
Wann? Do, 14.11.13, ab 19 Uhr
Handlung: Die Bewohner eines osteuropäischen "Schtetls" beschließen, den anrückenden Deutschen zuvorzukommen, und sich selbst mit einem Zug nach Palästina zu "deportieren".
„Eine bittere Komödie vor dem Hintergrund der Shoah, die das Tragische im Komischen spürbar werden lässt und dem typisch jiddischen Humor ein Denkmal setzt. Zwar hätten manche Charaktere der Vertiefung bedurft, insgesamt aber ist der (hervorragend gespielte) Film eine überdenkenswerte Auseinandersetzung mit dem Thema Holocaust, der trotz aller erzählerischen Leichtigkeit das Leben als Albtraum schildert.“
– Lexikon des Internationalen Films
Montag, 9. September 2013
Bildungsfahrt in die Gedenkstätte "Buchenwald" am 19.10.13
Als am 11. April 1945 die Spitzen der 3. US-Army
die Gebiete um den Ettersberg bei Weimar einnahmen bot sich ihnen ein
Bild der Grausamkeit. In dem Konzentrationslager
Buchenwald waren zwischen 1937 und 1945 ca. 225.000 Menschen inhaftiert.
Jüdinen und Juden, KommunistInnen, Homosexuelle, Sinti und Roma,
Kriegsgefangene und viele mehr, die nicht ins Weltbild der Nationalsozialisten passten, waren unter menschenunwürdigsten Bedingungen im Arbeitslager zusammengepfercht. Fast 60.000 Menschen fanden in diesem Wahnsinn den Tod.
Montag, 8. Juli 2013
Bildungsfahrt in die Synagoge Gröbzig am 14. Juli 2013
Liebe Genoss*innen und Sympathisant*innen,
letztes
Jahr haben wir drei Bildungsfahrten auf der LMV beschlossen. Die erste
haben wir im Februar sehr erfolgreich und mit viel Interesse in die
"Euthanasie"-Gedenkstätte Bernburg unternommen. Im Juli steht nun die
zweite Fahrt in die ehemalige Synagoge Gröbzig an, zu der wir euch
herzlich einladen wollen. Am Sonntag, den 14.07., wollen wir uns
gemeinsam über Geschichte und Kultur der jüdischen Gemeinden in
Sachsen-Anhalt informieren, die mit der Shoa fast vollständig
ausgelöscht wurden. Bitte meldet euch schnell an, damit wir dem Museum
mitteilen können, wie viele Leute wir werden.
Montag, 6. Mai 2013
Befreiungsumtrunk am 08. Mai
08. Mai: Tag der Befreiung - Wer nicht feiert, hat verloren!
Am 08. Mai 1945 trat die am Tag zuvor in Reims unterzeichnete "Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht" in Kraft. Der mörderische, vom faschistischen Deutschland entfesselte 2. Weltkrieg war beendet. Doch schon nach wenigen Jahren zeichnete sich ab, dass der Diskurs insbesondere in der BRD reaktionär und revisionistisch verlaufen würde. Während der 08. Mai in der DDR zwischenzeitlich zum gesetzlichen Feiertag "Tag der Befreiung des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus" wurde, versah man diesen Tag in der BRD mit dem Duktus der schmachvollen, totalen Niederlage. Des Weiteren ranken sich diverse Verschwörungstheorien rund um den 08. Mai, die den völkerrechtlichen Status der BRD in Zweifel ziehen, oftmals unter dem Stichwort "BRD GmBH" oder "Reichsdeutsche" kursierend. Demnach sei das Deutsche Reich nie aufgelöst worden und seit Ende des Krieges unter Fremdherrschaft oder Besatzung. Auch Popidole wie Xavier Naidoo verbreiten diesen Schwachsinn immer wieder.
Am 08. Mai 1945 trat die am Tag zuvor in Reims unterzeichnete "Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht" in Kraft. Der mörderische, vom faschistischen Deutschland entfesselte 2. Weltkrieg war beendet. Doch schon nach wenigen Jahren zeichnete sich ab, dass der Diskurs insbesondere in der BRD reaktionär und revisionistisch verlaufen würde. Während der 08. Mai in der DDR zwischenzeitlich zum gesetzlichen Feiertag "Tag der Befreiung des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus" wurde, versah man diesen Tag in der BRD mit dem Duktus der schmachvollen, totalen Niederlage. Des Weiteren ranken sich diverse Verschwörungstheorien rund um den 08. Mai, die den völkerrechtlichen Status der BRD in Zweifel ziehen, oftmals unter dem Stichwort "BRD GmBH" oder "Reichsdeutsche" kursierend. Demnach sei das Deutsche Reich nie aufgelöst worden und seit Ende des Krieges unter Fremdherrschaft oder Besatzung. Auch Popidole wie Xavier Naidoo verbreiten diesen Schwachsinn immer wieder.
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