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Mittwoch, 6. Juli 2016

no border festival vom 08. - 09. Juli 2016

Am Wochenende steigt erstmalig das no-border-festival auf dem Campus der Hochschule im Herrenkrug. Als official supporter wollen wir das natürlich bewerben, kommt vorbei, schaut euch die Workshops an, tanzt zu den diversen Konzerten, bringt gute Laune, Motivation und Solidarität im Herzen mit!

Ankündigungstext auf Facebook //other languages in section "discussion" / otros idiomas en los comentarios / "لغات اخرى في قسم "مناقشة / Pour voir la version francaise, regardez dans les commentaires s'il vous plait / برای ترجمه فارسی به کامنت زیر رجوع کنید

Liebe Leute,

wir – die Soziale Hochschulgruppe und das Bündnis Studierende gegen Rechts Magdeburg – veranstalten ein "no border festival". Diverse Geschehnisse in Deutschland, Sachsen-Anhalt und Magdeburg verlangen es immer wieder von uns, aktiv zu werden und klare Kante gegen Rassismus, völkische Ideen und andere menschenverachtende Einstellungen zu zeigen.



Donnerstag, 2. Juli 2015

Redebeitrag auf der Kundgebung wider die unmenschliche Flüchtlingspolitik

Am 23. Juni riefen wir zu einer Kundgebung wider die unmenschliche Flüchtlingspolitik vor dem Herrenkrug-Hotel auf. Hier nun unser Redebeitrag*:

Hallo liebe Menschen,

ich freue mich, dass trotz der Kurzfristigkeit doch so viele gekommen sind, um hier anlässlich des Unions-Fraktionsspitzentreffens für eine neue, humanere Flüchtlingspolitik zu demonstrieren. 150 Vorsitzende diverser Unions-Fraktionen aus Deutschland befinden sich seit Sonntag in diesem Hotel hier hinter uns, um sich vorrangig auf eine gemeinsame Marschroute in Sachen Asylverhinderungs- und Flüchtlingsbekämpfungspolitik zu verständigen. Niemand geringeres als die Bundeskanzlerin Angela Merkel stattete der Konferenz gestern einen Besuch ab. Und für heute ist Bundesinnenminister Thomas „Mr. Coldheard“ de Maizère angekündigt bzw. war angekündigt, an dessen brutal-eiskalte Reaktion auf den Tod von über 1300 Menschen im Mittelmeer im April 2015 ich mich immer erinnern werde: „Würden wir jetzt jeden, der im Mittelmeer ankommt, einfach aufnehmen nach Europa, dann wäre das das beste Geschäft für die Schlepper, was man sich denken könnte. Das wäre Beihilfe für das Schlepper-Unwesen". Heute, drei Tage nach dem Weltflüchtlingstag, hat die Europäische Union dann übrigens auch den Militäreinsatz gegen Flüchtlingsboote und ihre Besitzer gestartet, gegen die, die sie früher „Fluchthelfer“ nannten und heute als „Schlepper“ bezeichnen - auch und gerade auf Initiative dieser Bundesregierung bzw. dieses Innenministers hin. Es ist ein Krieg gegen Menschen auf der Flucht.

Montag, 22. Juni 2015

Merkel und de Maizère in Magdeburg - Kundgebung wider die unmenschliche Flüchtlingspolitik! - #dietotenkommen

Aufruf zur Kundgebung am 23. Juni 2015 ab 17 Uhr im Herrenkrug (Kreuzungsbereich Herrenkrugstraße/Herrenkrug)


Anlässlich der Unions-Fraktionsvorsitzendenkonferenz im Herrenkrug/Magdeburg (siehe: http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/fraktionsvorsitzendenkonferenz-magdeburg100_zc-a2551f81_zs-ae30b3e4.html
), an der auch Bundeskanzlerin Merkel und Bundesinnenminister de Maizère teilnehmen, rufen wir zu einer

+++ Kundgebung am morgigen Dienstag um 17 Uhr im Kreuzungsbereich Herrenkrugstraße/Herrenkrug +++

auf. Den Worten des Einladenden, André Schröder , seines Zeichens CDU-Fraktionschef im Landtag, zu Folge, soll es bei der Tagung neben dem Umgang mit Umweltverbandsklagen und Gewalt gegen Polizist*innen vor allem um das Thema Asyl- und Flüchtlingspolitik gehen.

Mittwoch, 22. April 2015

"Was hast du dagegen getan? Was habt ihr gegen das Sterben unternommen?"


Wir dokumentieren hier einen Redebeitrag unseres Jugendkoordinators Robert Fietzke auf der gestrigen Mahnwache in Gedenken an die Opfer der europäischen Asylpolitik. Gleichzeitig möchten wir uns bei allen knapp 300 Teilnehmer*innen und den anderen, spontanen Redner*innen bedanken. Die Hoffnung stirbt zuletzt, dass es keine weiteren Schweigeminuten mehr braucht! 


Montag, 22. September 2014

Asylkompromiss 2014: „Wir können ja gar nicht mehr tun, denn wir Deutsche sind ja selber arm.“?

Am 19. September hat der Bundesrat über die von der Regierung geplanten Reformen im Asylrecht abgestimmt. Genauso wie der „Asylkompromiss“ im Jahr 1993, hat auch dieser neue „Asylkompromiss 2014“ vor allem ein Ziel: Die Zahl der in Deutschland als asylberechtigt anerkannten Geflüchteten zu verringern. [1]

Im Zuge der Debatte darum, liest man jetzt in den Kommentarspalten der Zeitungen und sozialen Netzwerke immer wieder Meinungen einer ganz bestimmten Kategorie: „Wir können ja gar nicht mehr tun, denn wir Deutsche sind ja selber arm.“
 
 
 
 
   

Montag, 2. Juni 2014

1. Festival gegen Rassismus vom 06. - 08. Juni 2014

Am kommenden Pfingstwochenende findet das 1. Festival gegen Rassismus in Magdeburg statt, das wir sehr gerne unterstützen! Den Besucher*innen wird ein spannendes Programm mit vielen Workshops, Musik und anderen kulturellen oder politischen Beiträgen geboten. Wir dokumentieren hier den Aufruf zum Festival und weisen auf die Webseite hin, wo es alle relevanten Infos gibt:

Für Toleranz und Abschaffung der Grenzen.

Rassismus findet sich strukturell in der Flüchtlingspolitik als auch in den alltäglichen Begegnungen in großen Teilen der Bevölkerung in Deutschland und der gesamten Welt. Seit der Weltwirtschaftskrise wird Flucht und Migration immer stärker kriminalisiert und durch die Medien als Gefahr für Industriestaaten dargestellt. Gerade Europa schottet sich zunehmend ab und verschärft die Asylpolitik. Dies führte im letzten Jahr zu einer verstärkten Fremdenfeindlichkeit und einer vermehrten Zahl an rassistischen Übergriffen und Brandanschlägen. Bundesweit machten verschiedene Flüchtlingsproteste immer wieder auf die schwierige Situation in Deutschland aufmerksam.

Donnerstag, 10. April 2014

Gegen den antiziganistischen Konsens in Europa

Erklärung des LandessprecherInnenrates der Linksjugend ['solid] Sachsen-Anhalt zum Internationalen Tag der Roma

 

Am vergangenen Sonntag erhielt die faschistische Partei JOBBIK bei den ungarischen Parlamentswahlen einen Stimmenanteil von über 20%, während die nationalkonservative FIDESZ die verfassungsändernde 2/3-Mehrheit mit knapp 45% verpasste. Beide Parteien entrechten seit mehreren Jahren systematisch die große Minderheit der Roma, die etwa ein Zehntel der Gesamtbevölkerung ausmacht.

Samstag, 5. April 2014

Stadtrat Hoffmann (CDU) möchte gerne "politische Gerichte" für "Linksideologen" und warnt vor "anti-christlicher Unterwandung von Türken und anderen"

Dass weite Teile der CDU offen rassistisch und homophob sind, ist nichts Neues, aber muss es denn sein, dass diese Menschen auch noch die parlamentarische Bühne etwa eines Stadtrates oder Landtages erhalten? Dieser Artikel handelt von Michael Hoffmann, der uns bis dato völlig unbekannt war. Er sitzt seit 2009 im Magdeburger Stadtrat und hat sogar einen eigenen Wikipedia-Artikel. Von 1998 bis 2002 saß er gar im Landtag, damals noch für die SPD. Momentan kandidiert er auf Listenplatz 1 im Wahlbereich 7 (Sudenburg) für die Kommunalwahlen am 25. Mai, scheint also eines der besten Pferde im Stall der CDU zu sein. Was zeichnet ihn aus, was bringt er an "Kompetenzen" und "Qualitäten" mit und was hält er so von den wichtigen Fragen unserer Zeit? Auf seiner öffentlichen Facebookseite [1] gewährt er uns einen kleinen, aber feinen Einblick in seine Gedankenwelt. Anschnallen, bitte! [2]


Mittwoch, 19. März 2014

Aufruf zur Aktionswoche gegen Antiziganismus vom 05. - 13. April 2014

An­ti­zi­ga­nis­mus hat Kon­junk­tur in Eu­ro­pa. Roma wer­den in vie­len Län­dern des Kon­ti­nents sys­te­ma­tisch aus­ge­grenzt und ver­folgt. Po­gro­me, Hetz­jag­den und ras­sis­ti­sche Morde in Un­garn, Tsche­chi­en oder Ita­li­en bil­den dabei nur die Spit­ze des Eis­ber­ges. Die of­fe­ne Feind­schaft ge­gen­über Men­schen, die von den Dis­kri­mi­nie­ren­den mit der Fremd­zu­schrei­bung „Zi­geu­ner“ klas­si­fi­ziert wer­den, er­lebt aber auch in Deutsch­land einen lange nicht mehr da ge­we­se­nen Wi­der­hall. Die letz­ten Mo­na­te waren ge­prägt durch res­sen­ti­m­ent­be­haf­te­te „De­bat­ten“ rund um die Be­grif­fe „So­zi­al­tou­ris­mus“ und „Ar­muts­zu­wan­de­rung“, vor allem aus­ge­löst durch die seit 1. Ja­nu­ar 2014 gel­ten­de EU-​Ar­beit­neh­mer-​in­nen­frei­zü­gig­keit für Men­schen aus Bul­ga­ri­en und Ru­mä­ni­en. Füh­ren­de Ver­tre­ter*innen der hie­si­gen Volks­par­tei­en tor­pe­die­ren seit­dem kon­ti­nu­ier­lich un­ver­äu­ßer­li­che Grund­rech­te wie das Recht auf Frei­zü­gig­keit, um im Hin­blick auf an­ste­hen­de Wah­len po­li­ti­sches Ka­pi­tal zu ge­ne­rie­ren – denn mit Aus­gren­zung und Ras­sis­mus ließ sich schon immer gut Wahl­kampf ma­chen. 

Mittwoch, 5. Februar 2014

Nichts sehen, nichts hören, nicht handeln

Gestern berichtete die Volksstimme über einen Zwist, der es in sich hat: "Seit 2012 spielen Magdeburgerinnen mit Flüchtlingskindern Theater; freiwillig, unbezahlt, ehrenamtlich. Die Kinder sind ihnen ans Herz gewachsen. Deshalb schlagen die Frauen jetzt Alarm, weil sich kaum jemand neben ihnen um sie kümmere. Der Sozialbeigeordnete ist entrüstet - über die Frauen."

Was ist passiert? Vier Magdeburgerinnen besuchen jeden zweiten Donnerstag im Monat die Flüchtlingsunterkunft in der Grusonstraße. Dort bieten sie den Kindern eine kleine Theaterbühne, zum "Schreien, Flüstern, Toben, Schleichen, Kämpfen und Fallenlassen". Musik- und theaterpädagogisch begleitet sollen Zu- und Umgänge mit Emotionen aller Art gefunden werden. Den Kindern bereitet das gemeinsame Schauspiel großen Spaß, wäre da nicht das Problem, dass es nur alle zwei Wochen stattfindet. Betreuungsangebote dieser Art sind rar gesät.

Montag, 28. Oktober 2013

"Europas Asylpolitik": Leserbrief an den Chefredakteur der Volksstimme

Quelle
Alois Kösters, seines Zeichens Chefredakteur des Lokalblattes "Volksstimme", versuchte sich am vergangenen Samstag, den 26.10.2013, an einem Kommentar zum Komplex der europäischen Flüchtlingspolitik. Leider ist dieser Kommentar nicht nur nicht klug geraten, sondern sogar sehr dumm, was ich in den folgenden Zeilen gerne begründen möchte.

Alois Kösters schreibt: "EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) fordert mehr Einwanderung und höhere Flüchtlingskontingente. Das löst nicht das Problem. So wünschenswert eine vernünftige Einwanderungspolitik für Deutschland wäre, sie dämmt illegale Grenzübertritte nicht ein. Nur wenige Afrikaner würden scharfen Einwanderungskriterien entsprechen. Ja, Europa kann auch mehr Flüchtlinge aufnehmen, aber das dämmt den Flüchtlingsstrom nicht ein."

Dienstag, 10. September 2013

17. Interkulturelle Wochen in Magdeburg

Hier ein Veranstaltungshinweis auf die nächsten Interkulturellen Wochen in Magdeburg, die von der Auslandsgesellschaft veranstaltet werden.

Die 17. Magdeburger Interkulturellen Wochen (IKW) finden vom 14. September bis 30. September 2013 unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Dr. Lutz Trümper an 11 unterschiedlichen Veranstaltungsorten der Ottostadt statt. 20 Organisationen haben ein Programm aus 22 Einzelveranstaltungen auf die Beine gestellt. 

„Rassismus entsteht im Kopf. Offenheit auch" ist der Slogan, der auf den diesjährigen IKW-Plakaten zu lesen sein wird und der auf die Hauptschwerpunkte 2013 verweist: Rassismus, Rechtsextremismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Ausgrenzung sowie die möglichen Strategien dagegen. 


Filme, Ausstellungen, Theater, Diskussionen aber auch Jubiläen und Gedenkveranstaltungen laden zur Begegnung und Auseinandersetzung mit diesen Themen ein. 


Donnerstag, 23. Mai 2013

Infos zur Großdemonstration am 25.05.13 in Berlin

Von "fight racism now": Zum 20. Jahrestag der Abschaffung des Grundrechts auf Asyl mobilisieren wir bundesweit zu einer Demonstration am 25. Mai 2013 in Berlin – in Solidarität mit den aktuellen Protesten von Geflüchteten. Die Demo führt von Mitte über Kreuzberg 61 und Kreuzberg 36 zum Oranienplatz.

ACHTUNG: Der Auftakt der Demo muss leider verlegt werden – wegen der Fanmeile zum Champions-League-Finale am Brandenburger Tor. Die Straßen rund um das Denkmal für die im NS Ermordeten Sinti und Roma sind komplett abgesperrt. Klagen ist zwecklos, die Ballermannagentur und der Bezirk Mitte haben haben sich gut abgesichert. Die Demo startet deshalb zwei Blocks weiter in der Wilhelmstraße Ecke Hannah-Arendt-Straße, also direkt hinterm Holocaust-Mahnmal.

Am Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma haben wir ersatzweise für 11 Uhr eine Kundgebung angemeldet, zu den ihr alle herzlich eingeladen seid. Bitte tragt diese Information weiter.

Mittwoch, 15. Mai 2013

20 Jahre "Asylkompromiss": Flüchtlinge im Land der Frühaufsteher

Podiumsgespräch & Mobi-Veranstaltung
Cover der Graphic Novel (c)

Diskussionspartner*innen: Flüchtlingsaktivist*innen, Paula Bulling (Zeichnerin und Autorin der graphic novel "Im Land der Frühaufsteher") Henriette Quade (flüchtlings- und migrationspolitische Sprecherin der LINKE-Landtagsfraktion), Francoise Greve (Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt)

Diese Veranstaltung wird gemeinsam mit der Linksjugend ['solid] Sachsen-Anhalt, dem Landesflüchtlingsrat und der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. durchgeführt.

Des Weiteren findet die Zug-Ticketausgabe für die bundesweite Antira-Demo "fight racism now" am 25.Mai in Berlin statt. Wir bezuschussen die An- und Abreise.

Wann? Donnerstag, 23. Mai 2013, 19:00 Uhr
Wo? Eine-Welt-Haus Magdeburg, Schellingstraße 3-4

Es steht eine Fremdsprachenkorrespondentin für Englisch/Französisch zur Verfügung.

Mittwoch, 24. April 2013

Linksjugend ['solid] Sachsen-Anhalt startet Kampagne "(Staatlichen) Rassismus bekämpfen"

Kampagnenflyer des Landesverbandes
Am Montag startete die Kampagne "(Staatlichen) Rassismus bekämpfen" der Linksjugend ['solid] Sachen-Anhalt, die sich einbettet in die überregionalen Kampagnen "Fight racism now" bzw. "Rassismus tötet". Neben umfangreichem Informationsmaterial wird es vom 21. bis 24. Mai eine Veranstaltungswoche mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Gesprächsrunden zu den Themen 20 Jahre Asylkompromiss, institutioneller, struktureller und individueller Rassismus sowie Situation von Flüchtlingen in Sachsen-Anhalt und der Bundesrepublik geben. Die Veranstaltungsorte sind Halberstadt (21.05.), Halle (22.05.), Magdeburg (23.05.) und Bitterfeld (24.05.). Im Zeitraum vom 10. bis 19. Mai machen bereits zahlreiche Flüchtlingsinitiativen und antirassistische Netzwerke aus Sachsen-Anhalt auf die Situation von Flüchtlingen aufmerksam. Fast täglich sollen Aktionen, Veranstaltungen, Filmabende und Kundgebungen, etwa vor der Ausländerbehörde in Gräfenhainichen, stattfinden. Die Aktionswochen münden schließlich in einer Großdemonstration am 25. Mai 2013 in Berlin, zu der wir mobilisieren; möglicherweise mit einem eigenen Bus.

Mittwoch, 10. April 2013

Leserbrief an den FOCUS

(c)
Hallo, GenossInnen aus der Focus-Redaktion!

Fakten, Fakten, Fakten - Dieser Slogan hat sich irgendwann in meiner Kindheit bei mir eingeprägt. Als ich jedoch heute zufällig durch die aktuelle Ausgabe geblättert habe, musste ich feststellen, dass man es in der Redaktion mit dem einstigen Motto nicht mehr so genau nimmt.


Grund meines Erstaunens: In der Focus-Ausgabe #15/2013 befindet sich ein Artikel von Akif Pirinçci. Akif Pirinçci? Wer war das gleich? Ihr schreibt: "Bekannt wurde er mit seinem in 17 Sprachen übersetzten Detektivroman „Felidae“.". Ach ja? Ich kannte den fraglichen Autor bisher nur durch einen - für meinen Geschmack - ziemlich widerwärtigen Artikel über den angeblichen "schleichenden Genozid" junger Muslime an Deutschen. Ein Text der sich übrigens auch in einschlägig rechten Internetforen großer Beliebtheit erfreut. Sollte so etwas nicht Erwähnung finden, wenn man den fraglichen Autor schon auf einer Doppelseite zu Wort kommen lässt? Naja, Details, Details...

Montag, 8. April 2013

Zum Internationalen Tag der Roma

Magdeburg, 08.04.2013: +++ Zum Internationalen Tag der Roma +++ Antiziganistische Hetze muss aufhören, kein Wahlkampfpopulismus auf dem Rücken von Verfolgten und Diskriminierten +++ Film- & Diskussionsveranstaltung in Magdeburg: Let's break (Adil geht) +++
Heute, am internationalen Tag der Roma, ist es wichtiger denn je, einen klaren Appell an alle verantwortlichen Akteur_innen in Politik und Gesellschaft zu richten: die rechtspopulistische und rassistische Hetze gegen die in vielen Ländern diskriminierte, ausgegrenzte und verfolgte Minderheit der Roma muss geächtet werden und aufhören. Robert Fietzke von der Linksjugend ['solid] Sachsen-Anhalt, erklärt hierzu:

„Ab 2014 gilt die EU-Arbeitnehmer_innenfreizügigkeit für die Länder Rumänien und Bulgarien. Seit Monaten erleben wir ein lange nicht mehr da gewesenes Ausmaß öffentlich zur Schau gestellten Rassismusses gegenüber Roma. Ob in Talkshows, Pressekonferenzen oder Parteitagen: insbesondere die mitte-extremistischen Konservativen, allen voran Abschiebe- und Innenminister Friedrich, befinden sich in gewohnter Angriffshaltung - es ist ja schließlich Wahlkampf!

Freitag, 5. April 2013

Filmabend: Let's break (Adil geht)

World Cinema 2013
09. April | 20 Uhr | Eine-Welt-Haus, Schellingstraße 3-4 
in Kooperation mit Romanodrom e.V. & DIE LINKE. Magdeburg, anlässlich des internationalen Tages der Roma. Mit anschließender Diskussion: Frauke Sonnenburg (Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt), Ekrem Tahiri (Leiter von Romano Drom e.V.), weitere VertreterInnen der Sinti- und Roma-Community, Henriette Quade (flüchtlingspolitische Sprecherin der LINKEn Landtagsfraktion)

Was heißt es, in Deutschland ein Leben auf Abruf zu führen? Was heißt es immer mit der Angst leben zu müssen, ausgewiesen zu werden? Was bedeutet Heimat? Adil, Jonni, Elvis und Idris sind mit ihren Familien geduldete Kriegsflüchtlinge aus dem Kosovo und leben im thüringischen Altenburg. Als sie sich auf einen Breakdance-Wettbewerb vorbereiten, erfahren sie, dass Adils Abschiebung bevorsteht. Adil sucht nach einem Weg, zumindest noch am Wettbewerb teilnehmen zu können. Und: er erlebt seine erste große Liebe. Währenddessen beschließt Idris, ein Abschiedsvideo für ihn aufzunehmen, und lässt darin die Mitglieder ihrer Clique zu Wort kommen. Die von Laiendarstellern gespielten jungen Albaner und Roma aus dem Kosovo verbindet in Deutschland ihre Freundschaft, während sie im Bürgerkrieg Feinde gewesen wären. Plakativ wird ihnen die unmenschliche Staatsmacht gegenübergestellt, die keinerlei Rücksicht auf persönliche Notsituationen nimmt.

Dienstag, 26. März 2013

FIlmreihe: World Cinema 2013

Wie lebt es sich in anderen Ländern? Welche gesellschaftlichen Phänomene sind international? Was erleben Menschen, die aus anderen Ländern nach Deutschland kommen? Vor knapp einem Jahr haben wir den Versuch unternommen, eine spannende, interessante, kontroverse und groß angelegte Filmreihe aufzuziehen. Mit knapp 200 Besucher_innen und vier großartigen Filmen, beeindruckenden Diskussionspartner_innen, einigen Tränen (erinnert sei an die Schlussszene aus waltz with bashir), aber auch Lachern ("Zug des Lebens". Großartig!) ist uns das defnitiv gelungen. Wir fanden: der Aufwand hat sich gelohnt - das müssen wir wiederholen! Aus diesem Grund können wir euch auch im Jahr 2013 wieder vier spannende Filmabende präsentieren. Und zwar kostenlos.


Mittwoch, 31. Oktober 2012

Kundgebung "Solidarität mit den Flüchtlingen in Berlin" am 1.11. / Landtag



Uns erreichte eine Mail mit folgendem Aufruf. Diesen wollen wir an dieser Stelle dokumentieren: "Am Donnerstag, den 1. November versammeln sich um 18 Uhr auf dem Domplatz vor dem Landtagsgebäude Magdeburger Hungerstreikende und UnterstützerInnen. Sie wollen so ihre Solidarität mit den Flüchtlingen in Berlin zeigen und fordern öffentlich ein demokratisches und würdiges Leben für alle Menschen in Deutschland.