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Montag, 21. November 2016
Buchlesung: "Das wird man ja wohl noch schreiben dürfen! Wie ich der deutscheste Jude der Welt wurde"
mit Autor Shahak Shapira
Eintritt frei! Gemeinsame Veranstaltung der RLS Sachsen-Anhalt, der AGSA, der Landeszentrale für Politische Bildung Sachsen-Anhalt und der Stadtbibliothek Magdeburg
Ein saukomisches, todernstes Buch über Deutsche, Juden, Muslime – und einen Nazi mit Wolfgang-Petry-Frisur.
In der Neujahrsnacht 2015 wurde ein junger Israeli in der Berliner U-Bahn angegriffen, nachdem er sich mit einer Horde angelegt hatte, die antisemitische Parolen grölte. Ein Mediengewitter war die Folge, PEGIDA solidarisierte sich, aus Israel kam die Empfehlung, in die Heimat zurückzukehren. Aber Shahak Shapira wehrte sich weiter: Rassismus sei immer schlimm, egal gegen wen, im Übrigen fühle er sich in Berlin pudelwohl. Danach war die Hölle los, Fernsehstationen und Zeitungen weltweit berichteten, es hagelte Lob und Kritik.
Nun schreibt Shahak über sein Leben: schaurig lustig über seine Jugend als Jude im tiefsten Sachsen-Anhalt, ergreifend über die Geschichte seiner Familie und nachdrücklich in seiner Botschaft: dass alle Menschen in Frieden zusammenleben können, wenn sie nur wollen. Und dass jeder selbst entscheidet, ob er ein rassistisches Arschloch ist oder nicht.
Quelle: rowohlt-Verlag
Labels:
Antisemitismus,
Magdeburg,
Rosa Luxemburg Stiftung
Montag, 12. Januar 2015
Nous sommes Charlie, nous sommes des humanistes
12
ermordete Menschen in Paris beim Überfall auf die Redaktion von
"Charlie Hebdo", eine erschossene Polizistin und vier tote Geiseln in einem
jüdischen Supermarkt in Paris. Drei tote Geiselnehmer. Das ist die
traurige Bilanz dessen, was sich in den letzten Tagen in Frankreich
abgespielt hat. Dass blinder Fanatismus, egal welcher Religion, ins Blutbad führen kann, hat
die Geschichte oft genug gezeigt. Ebenso, dass religiöse Menschen, egal
welcher Religion, mitfühlend, verständnisvoll und tolerant sein können.
Es muss uns bewusst sein, dass die Mörder aus Frankreich ebenso wenig
die Mehrheit des Islams repräsentieren wie beispielsweise Anders Breivik
das Christentum. Anders Breivik, der sich selbst als "Kreuzritter"
bezeichnete "der gegen den Islam in Europa kämpft", der eine Bombe in Oslo zündete und auf Utøya insgesamt 69 Menschenleben auslöschte.
Und wir müssen diese Menschen bei dem benennen, was sie
sind: Mörder. Egal, welche religiöse oder sonstige Rechtfertigung
gesucht wird, es bleibt Mord. Im Fall von Charlie Hebdo wurden Waffen
gegen Stifte gerichtet, gegen freie Meinungsäußerung und Pressefreiheit.
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Antirassismus,
Antisemitismus,
Bürgerrechte,
Europa,
Polizei
Donnerstag, 13. November 2014
I don't like mondays...wenn Verschwörungsfreaks, Antisemiten, Querfrontler, Reichsbürger und Neonazis aufmarschieren, dann heißt das "Friedensbewegung 2014"
Es ist deutsch in Kaltland...Teil II des Antifaschistischen Themensemesters 2014/15!
Die „Friedensbewegung 2014“, die seit März zu "Montagsmahnwachen für
den Frieden" aufruft, stellt die politische Linke vor große
Herausforderungen. Sie offenbart zum einen, dass es viele Menschen gibt,
die aus einem echten friedenspolitischen Interesse auf die Straße
gehen, zeitigt aber zum anderen inhaltlich äußerst vermintes Terrain.
Von Beginn an fiel sie auf durch allerlei verschwörungsideologische
Propaganda. Der Hauptfeind war jedenfalls schnell ausgemacht: die FED.
Seit März diskutiert die politische Linke, ob sie dort - auch angesichts
eines ihrer absoluten Kernthemen, der Friedenspolitik - mitmachen soll
oder ob eine klare Grenzziehung geboten
ist. Bei den zentralen AkteurInnen, namentlich Jürgen Elsässer, Ken
Jebsen, Andreas Popp und Lars Mährholz - inzwischen kann man auch Xavier
Naidoo dazu zählen -, müssen jedenfalls alle linken Alarmglocken
klingeln. Zeit für eine kritische Auseinandersetzung mit dieser neuen
Bewegung, die vorgeblich nur an Frieden interessiert ist.
| Nazi-Parole bei der 1. "Friedensmahnwache"(14.04.14) |
Donnerstag, 16. Oktober 2014
Es ist deutsch in Kaltland...Antifaschistisches Themensemester 2014/15
Teil 1: Wenn Flüchtlingsheime, Moscheen und Synagogen brennen… Wie rassistisch ist Deutschland im Jahr 2014?
mit Martina Renner, Mitglied des Bundestages (DIE LINKE)22. Oktober 2014
Beginn: 18:30 Uhr
Ort: Uni Magdeburg, Gebäude 22A (Vilfredo-Pareto-Gebäude), Raum 013
Schneeberg, Berlin Hellersdorf, Halle Silberhöhe – in ganz Deutschland machen „besorgte Bürger“ gegen Asylsuchende mobil, lassen auf der Straße und in sozialen Netzwerken ihrer Fremdenfeindlichkeit freien Lauf. Die Zahl von Kundgebungen und Demonstrationen gegen Flüchtlingsunterkünfte geht für 2014 bereits auf die 200 zu. Aber es bleibt nicht bei verbaler Gewalt. Seit Beginn dieses Jahres gab es mindestens 23 Brandanschläge und ebenso viele tätliche Übergriffe auf Flüchtlinge.
Mittwoch, 4. Juni 2014
Aufmarsch der Aluhüte
![]() |
| Ken Jebsen auf einer Friedensdemo. Bild: JamesReaFotos/flickr. |
Es folgt ein Text eines Mitglieds unserer Gruppe, der am 01. Juni 2014 auf critica-online, der Seite des Magazin des Studierendenverbandes Die Linke.SDS, erschienen ist.
Seit mehreren Wochen ruft eine ominöse
Friedensbewegung zu Montagsdemos oder "Mahnwachen für den Frieden" auf.
Die AkteurInnen hinter diesen Veranstaltungen sind mit äußerster
Vorsicht zu genießen. Ein Plädoyer für eine kritische Distanz.
Montag, 31. März 2014
Rechten Verschwörungsideologen und Antisemiten nicht auf den Leim gehen - Warnung vor der "Friedensdemonstration" am 14. April
Im
Netz ruft zurzeit eine ominöse „Friedensbewegung 2014“ zum „FRIEDLICHEN
WIDERSTAND! FÜR FRIEDEN! IN EUROPA! AUF DER WELT! FÜR EINE EHRLICHE
PRESSE! & GEGEN DIE TÖDLICHE POLITIK DER FEDERAL RESERVER (einer
privaten Bank)!“ zu dezentralen Demonstrationen in mehreren Städten auf.
Auch in Magdeburg soll protestiert werden, und zwar nicht nur „FÜR
FRIEDEN UND GEGEN DEN SCHEIß KRIEG!!“, sondern auch gegen Genmais aus
den USA („WIR FORDERN, DASS UNSERE REGIERUNG DEN WILLEN DES VOLKES ERNST
NIMMT!!!!“), gegen das Freihandelsabkommen TTIP und für eine
„UNEINGESCHRÄNKTE PRESSEFREIHEIT UND EINE OBJEKTIVE BERICHTERSTATTUNG!“.
Um welchen Krieg - Syrien? Der dritte Weltkrieg? - es dabei gehen soll, wird nicht näher erläutert. Der Aufruf schließt mit der Forderung, aus dieser „medialen Demokratie“
eine „lebendige Demokratie“ machen zu wollen. Die Quelle aller Probleme
wird auch gleich mitgeliefert: „Die FED zwingt die USA/NATO/UNS Krieg
zu führen! LASST UNS DIE UNTERDRÜCKUNG DURCH DAS INTERNATIONALE
FINANZSYSTEM BEENDEN, BEVOR ES ZU SPÄT IST!!“ Bisher haben immerhin über 500
Menschen auf "Zusage" geklickt, was für Magdeburger Verhältnisse recht
viel ist und normalerweise nur bei Holi-Festivals oder Facebook-Partys
vorkommt. Also eine Sache mit Potential?
![]() |
| Offizielles Demo-Plakat |
Sonntag, 10. November 2013
Filmabend: "Zug des Lebens" im Thiembuktu in Erinnerung an die Reichspogromnacht
Anlässlich der Reichsprogromnacht vor 75 Jahren in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zeigt das Thiembuktu Film "Zug des Lebens". [1]
Wo? Thiembuktu, WABE e.V., Thiemstraße 13, 39104 Magdeburg
Wann? Do, 14.11.13, ab 19 Uhr
Handlung: Die Bewohner eines osteuropäischen "Schtetls" beschließen, den anrückenden Deutschen zuvorzukommen, und sich selbst mit einem Zug nach Palästina zu "deportieren".
„Eine bittere Komödie vor dem Hintergrund der Shoah, die das Tragische im Komischen spürbar werden lässt und dem typisch jiddischen Humor ein Denkmal setzt. Zwar hätten manche Charaktere der Vertiefung bedurft, insgesamt aber ist der (hervorragend gespielte) Film eine überdenkenswerte Auseinandersetzung mit dem Thema Holocaust, der trotz aller erzählerischen Leichtigkeit das Leben als Albtraum schildert.“
– Lexikon des Internationalen Films
Wo? Thiembuktu, WABE e.V., Thiemstraße 13, 39104 Magdeburg
Wann? Do, 14.11.13, ab 19 Uhr
Handlung: Die Bewohner eines osteuropäischen "Schtetls" beschließen, den anrückenden Deutschen zuvorzukommen, und sich selbst mit einem Zug nach Palästina zu "deportieren".
„Eine bittere Komödie vor dem Hintergrund der Shoah, die das Tragische im Komischen spürbar werden lässt und dem typisch jiddischen Humor ein Denkmal setzt. Zwar hätten manche Charaktere der Vertiefung bedurft, insgesamt aber ist der (hervorragend gespielte) Film eine überdenkenswerte Auseinandersetzung mit dem Thema Holocaust, der trotz aller erzählerischen Leichtigkeit das Leben als Albtraum schildert.“
– Lexikon des Internationalen Films
Freitag, 13. September 2013
¡No Pasarán! Linke Alternativen zu rechtspopulistischer Kackscheiße!
Magdeburg wird in den nächsten Tagen von mehreren rechtspopulistischen oder offen neonazistischen Parteien heimgesucht, die die letzten Tage im Wahlkampf noch einmal nutzen wollen, um Hass, Nationalismus und Menschenverachtung zu verbreiten. Am heutigen Freitag kommt der Sprecher der nationalneoliberalen AfD - Alternative für Deutschland, Bernd Lucke, nach Magdeburg, am morgigen Samstag will Pro Deutschland vor dem Infoladen in Stadtfeld provozieren und, wie wir heute erfahren haben, lässt auch die NPD Magdeburg nicht aus. Mit ihrem "Flaggschiff" wollen sie am kommenden Dienstag Magdeburg anfahren. Wir listen hier die jeweiligen Zeit- und Anlaufpunkte auf und rufen alle Menschen dazu auf, sich an den Gegenaktionen zu beteiligen!
Montag, 8. Juli 2013
Bildungsfahrt in die Synagoge Gröbzig am 14. Juli 2013
Liebe Genoss*innen und Sympathisant*innen,
letztes
Jahr haben wir drei Bildungsfahrten auf der LMV beschlossen. Die erste
haben wir im Februar sehr erfolgreich und mit viel Interesse in die
"Euthanasie"-Gedenkstätte Bernburg unternommen. Im Juli steht nun die
zweite Fahrt in die ehemalige Synagoge Gröbzig an, zu der wir euch
herzlich einladen wollen. Am Sonntag, den 14.07., wollen wir uns
gemeinsam über Geschichte und Kultur der jüdischen Gemeinden in
Sachsen-Anhalt informieren, die mit der Shoa fast vollständig
ausgelöscht wurden. Bitte meldet euch schnell an, damit wir dem Museum
mitteilen können, wie viele Leute wir werden.
Dienstag, 12. März 2013
Ich verschwör' dir gleich eine!
Bericht zur Veranstaltung am 08.03.: Verschwörungstheorien und Schlussfolgerungen für die politische Linke
Was zeichnet Verschwörungstheorien aus? Wie erkennt man eine Verschwörungstheorie und was unterscheidet verschwörungsideologisches Denken von gesundem Misstrauen gegenüber bestimmten Mechanismen und Systematiken, die tatsächlich existieren? Am vergangenen Freitag haben sich über 30 Interessierte mit diesen und anderen Fragen beschäftigt.
Referent Tilman Loos, jugendpolitischer Sprecher der LINKE. Sachsen und Genosse der Linksjugend ['solid] Leipzig, bot in seinen Ausführungen einen Überblick über die Historizität bestimmter Verschwörungstheorien und erläuterte, nach welchem Muster die meisten dieser "Theorien", die keine sind, denn dazu fehlt ihnen schlichtweg die Wissenschaftlichkeit, konstruiert werden.
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