Posts mit dem Label Antimilitarismus werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Antimilitarismus werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 30. März 2016

Der Krieg gegen die Kurden in der Türkei | Infoveranstaltung mit Ismail Küpeli am 25. Mai 2016

Der Krieg in der Türkei dauert schon über 5 Monate. Die Ausgangssperren und Belagerungen von kurdischen Städten im Osten der Türkei haben sich inzwischen zu einem Dauerzustand entwickelt. In einigen dieser Städte, wie etwa Cizre, Silopi und Nusaybin, finden immer wieder Militäroffensiven statt. Während dieser Ausgangssperren und Militäroffensiven in den Städten wurden über 140 kurdische Zivilisten getötet, unzählige Menschen verletzt und ganze Straßenzüge zerstört. 2016 dürften die Kämpfe noch zunehmen, weil inzwischen auch auf kurdischer Seite die Stimmen für den militanten und militärischen Weg lauter werden. Die EU hat sich eindeutig auf die Seite der türkischen Regierung gestellt – und damit gegen eine demokratische und friedliche Lösung des Konfliktes.
Ismail Küpeli berichtet über die aktuelle Situation und beleuchtet die Hintergründe. Er ist Politikwissenschaftler und Journalist mit Schwerpunkt Türkei, Naher und Mittlerer Osten.


Wann? Mittwoch, 25. Mai 2016, ab 19 Uhr
Wo? Universitäts-Bibliothek OvGU, Konferenzraum

Montag, 5. Mai 2014

"Das wird hier jetzt zu politisch". Einschätzungen zum Magdeburger Ableger der "Friedensbewegung 2014"

Nazi-Propaganda in der ersten Reihe: "Demokratie heißt Volkstod"
Seit mehreren Wochen mobilisiert die mittlerweile hinlänglich bekannte „Friedensbewegung 2014“ zu montäglichen Mahnwachen „Für Frieden in Europa und der Welt“ und „Gegen die Todespolitik der Federal Reserve Bank“. Diese Mahnwachen fanden und finden bereits in über 20 Städten statt, so auch in Magdeburg. Die Linksjugend ['solid] Magdeburg warnte bereits am 31. März vor dieser „Friedensdemonstration“ und beleuchtete ein paar relevante politische Hintergründe. Es konnte eine „üble Mischung aus verschwörungsideologischem Denken, rechtsesoterischer Lyrik, zutiefst antisemitischer Bildsprache und Truther-Propaganda“ nachgewiesen werden. Auf unseren Artikel bezogen sich u.a. telepolis, der ZEIT.Störungsmelder, mehrere Artikel bei Linksunten, die TAZ oder das "Neues Deutschland". Außerdem wurde der Querfrontstratege Jürgen Elsässer in Hamburg ausgeladen, der dort ursprünglich sprechen sollte.

Donnerstag, 19. September 2013

Bürgerkrieg in Syrien: eine denkwürdige Kundgebung

Vor einigen Wochen haben wir auf einem Plenum beschlossen, eine "große Friedensdemonstration" zur aktuellen Lage in Syrien zu organisieren, die ganz bewusst keine "Tag-X-Demonstration" sein sollte, also erst dann passiert, wenn ein Militärschlag durch NATO-Mitglieder geschieht, sondern unabhängig vom weltpolitischen Geschehen durchgeführt wird. Wir wollten unserem eigenen Anspruch gerecht werden und agieren, statt nur zu reagieren. Ursprünglich sollte die Demonstration am 07. September stattfinden, wurde dann aber aufgrund organisationstechnischer Schwierigkeiten - wir alle stecken ja gerade auch im Wahlkampf - auf den 14. September verschoben. Etwa 1,5 Tage nach unserem Mobilisierungsstart - die Plakate waren bereits gedruckt - erreichte uns die erste Hiobsbotschaft: die "Bucktopianer" wollen zeitgleich eine Endzeit-Demonstration durchführen, auf der gleichen Demoroute.

Montag, 2. September 2013

Friedensmahnwache in Magdeburg plädierte für eine politische Lösung des Syrien-Konflikts

Zerstörung in Homs. Bildquelle: Bo yaser | CC-Lizenz
Heute, am 02.09.2013, versammelten sich ab 16:00 Uhr bei der Friedenstafel vor der Stadtbibliothek bis zu 30 Menschen, um ein Zeichen gegen ein militärisches Eingreifen von NATO-Mitgliedern in den syrischen Bürgerkrieg zu setzen. 

Am 21. August 2013 war es in der umkämpften syrischen Region Ghuta zu einem Angriff mit Giftgas gekommen, bei dem hunderte Menschen verletzt oder getötet wurden. Direkt nach dem Angriff beschuldigten die Rebellen den Machthaber Baschar al-Assad des Angriffs, welcher jedoch die Schuld von sich wies. Nach Angaben der UN-Inspektoren soll ein Ergebnis in 2-3 Wochen vorgelegt werden können.

Donnerstag, 29. August 2013

Demo-Aufruf: Für einen nachhaltigen Frieden in Syrien!

Seit über zwei Jahren tobt ein blutiger Bürgerkrieg in Syrien, in dem bisher über 100.000 Menschen ihr Leben ließen. Millionen Syrerinnen und Syrer sind auf der Flucht, darunter mindestens drei Millionen Kinder, deren Leben schon in jungen Jahren von Gewalt, Verlust, Vertreibung und Flucht geprägt ist. Nun diskutiert die Weltgemeinschaft darüber, ob das Assad-Regime Giftgas gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt hat oder nicht und wie damit umzugehen sei. Die Gefahr einer militärischen Außenintervention ist größer denn je.


Donnerstag, 2. Mai 2013

Der große Geschichts-Kehraus

Die Junge Union Magdeburg ist gerade sehr stolz auf sich: "Erneut nahmen wir als einzige Jugendorganisation in Magdeburg wieder an der Frühjahrsputzaktion unserer Landeshauptstadt teil." schreiben sie auf Facebook.

Also, das kommt überraschend! Die JU scheint ja doch zu etwas nützlich zu sein. Haben sie den Müll von den Brachflächen gesammelt? Haben sie die Glassplitter von den Geh- und Radwegen gefegt? Haben sie die schwimmenden Plastiktüten aus der Elbe gefischt? Das wäre ja wirklich phänomenal! Lesen wir weiter: "Wie es bereits Tradition geworden ist, reinigten unsere Mitglieder das Kriegerdenkmal im Stadtteil Fermersleben" Ach so! Natürlich ist die JU nicht in die Naturschutzbranche eingestiegen. Nein, sie säuberten lediglich ein Monument zur Verherrlichung und Mystifizierung von Krieg, Heldenkult und Nationalismus.

Das Kriegerdenkmal Fermersleben wurde 1934 gebaut und trug den Schriftzug "DEN GEFALLENEN SÖHNEN VON FERMERSLEBEN", war also jenen Soldaten gewidmet, die im Kaiserreich fröhlich in den Krieg marschierten bevor sie merkten, was für eine schlechte Idee das war. Das Kreuz auf dem Monument erinnert an ein Schwert - ist das also die Auffassung eines modernen Christentums für die JU? Früher waren am Denkmal noch eine Liste von größeren Schlachten des Ersten Weltkrieges und ein Eisernes Kreuz befestigt. Es war ein Ausdruck des heroisierenden Kriegskultes des Nationalsozialismus, der die Schrecken des Ersten Weltkrieges glorifizierte, anstatt aus ihnen zu lernen.

Freitag, 29. März 2013

Unterstützung des Aufrufs zum Ostermarsch 2013 am 1. April in Dolle


Die Bürgerinitiative OFFENe HEIDe ruft auch 2013 wieder zu einem Ostermarsch in der Colbitz-
Flyer- und Plakatmotiv zum Ostermarsch 2013
Letzlinger Heide auf. Am 1. April wird es dazu in Dolle ab 10:45 Uhr eine ökumenische Andacht an der Mahn- und Gedenkstätte für die Opfer des
Faschistischen Terrors geben. Ab 11:00 Uhr findet dort dann die Begrüßung zum Ostermarsch und das Gedenken statt. Der anschließende Ostermarsch und nunmehr 237. Friedensweg wird durch den Ort in die anliegende Heidelandschaft führen und anschließend zur Bühne an der Forststraße in unmittelbarer Nähe zum Ausgangspunkt zurückkehren. Auf dieser findet ab 12:30 Uhr ein Konzert mit Esther Bejarano, ihrem Sohn Joram und den Musikern der Kölner Rap-Band "Microphone Mafia", Rosario Pennino und Kutlu Yurtseven, statt. Die 87-jährige Esther Bejarano gehört zu den letzten Überlebenden des Mädchenorchesters des KZ Auschwitz. Eine Kundgebung mit Tobias Pflüger, Mitglied im Vorstand der Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. und Vorstand des Bundesparteivorstandes der Partei DIE LINKE, beginnt anschließend um 14:00 Uhr.

Samstag, 22. September 2012

»Bundeswehr wird ein hippes und cooles Image verpaßt«

Quelle: Junge Welt, 21. September 2012

"Rekrutenwerbung in Bravo: »krasse Wasserwettkämpfe« und »crazy Strandspiele«. Ein Gespräch mit Robert Fietzke [Mitglied unserer Jugendgruppe :-)]

Interview: Michael Schulze von Glaßer

Robert Fietzke ist Landesjugendkoordinator der Linkspartei in Sachsen-Anhalt und hat eine Protestgruppe gegen die Bundeswehr-Werbung im Jugendmagazin Bravo auf Facebook mitinitiiert

Die Bundeswehr wirbt zur Zeit auf den Internetseiten des Jugendmagazins Bravo für zwei Ferienlager.

Montag, 10. September 2012

Krieg beginnt hier

Pressemitteilung des Landesarbeitskreis Antimilitarismus und Frieden (LAK AuF), 3. September 2012  

Schon seit Jahren wird im Gefechtsübungszentrum in der Altmark der Krieg geprobt. Über 13500 Soldat_innen wurden hier in den vergangenen Jahren ausgebildet und z.B. auf ihre Kriegseinsätze in Afghanistan vorbereitet. Bisher wurde in den Übungen hauptsächlich der Einsatz in eher ländlichen Gebieten geübt. 

Nun laufen die Vorbereitungen für den Bau einer Übungsstadt, mit der auch das Gefecht in urbanen Räumen nachgespielt werden soll. Rund 100 Millionen Euro lässt sich das Bundesministerium für Verteidigung den Bau kosten, denn die Modell-Stadt „Schöggersburg“ soll möglichst realistisch wirken. Daher wird es dort neben über 500 Gebäuden und einem "kulturellen Zentrum" auch U-Bahn-Tunnel, einen Fluss und Waldlandschaften geben - alles um den Soldat_innen einen möglich wirklichkeitsgetreuen Kriegsschauplatz zu bieten. Noch in diesem Jahr sollen erste Gefechtsverbände mit den Übungen beginnen, 2017 soll der Bau dann endgültig abgeschlossen sein. 

Montag, 3. September 2012

Infotour: Karriere mit Zukunft? Bundeswehr raus aus Schule & Uni

Infotour durch Sachsen-Anhalt
am 12.09. in Magdeburg
Eine-Welt-Haus. Schellingstraße 3-4

Der Umbau der Bundeswehr ist in vollem Gange. Aus einer wehrpflichtigen Armee zur Landesverteidigung wird eine Freiwilligen- und Berufsarmee, die für ökonomische und politische Interessen in den Krieg zieht. Zum ersten Mal seit dem II. Weltkrieg richtet das Bundesverteidigungsministe​rium dabei auch die Rekrutierung und Werbung unter Jugendlichen neu aus.

Den Schulen kommt eine besondere Bedeutung bei der Gewinnung neuer SoldatInnen zu. Angesichts der Ausbildungs- und Jobmisere infolge von Sparprogrammen und struktureller Arbeitslosigkeit scheint das Militär eine Perspektive zu bieten, die es sonst kaum noch gibt. Jugendoffiziere und Wehrdienstberater der Bundeswehr strömen daher in Massen an die Schulen – allein im Jahr 2011 über 15.000 Mal.


Freitag, 31. August 2012

Aufruf zur Mahnwache am Weltfriedenstag

Wir unterstützen diesen Aufruf zur Mahnwache am Weltfriedenstag und rufen alle Magdeburgerinnen und Magdeburger dazu auf, sich daran zu beteiligen.

Ort: Otto-von-Guericke-Straße / Ecke Ernst-Reuter-Allee (gegenüber City Carré)
Zeit: Samstag, 01. September 2012, ab 12 Uhr

"Am 1. September 1939 überfielen deutsche Truppen unser Nachbarland Polen. Damit wurde vor genau 73 Jahren der Zweite Weltkrieg begonnen, der ca. 60 Millionen Menschen den Tod brachte.




Aus Deutschlands Verbrechen gegen den Frieden ist eine hohe Verantwortung für uns alle für den Frieden in der gesamten Welt erwachsen. Kann diese Friedensverantwortung mit der Beteiligung an weiteren Kriegen wahrgenommen werden?


Mittwoch, 22. August 2012

20 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen – Mit dem Feingefühl einer Planierraupe

Heute, auf den Tag genau 20 Jahre danach, erleben Opfer, Antifaschist*innen und Linke ein böses Erwachen. Vor wenigen Tagen verkündete Bundespräsident Joachim Gauck, er wolle am 26. August einen Baum direkt vor dem „Sonnenblumenhaus“ pflanzen. Es handelt sich dabei jedoch nicht um irgendeinen Baum, sondern um eine „Deutsche Eiche“. „Die Symbolwirkung, eine „Deutsche Eiche“ im Rahmen der Gedenkveranstaltungen zu pflanzen, ist verheerend. Die „Deutsche Eiche“ wurde seit jeher für politische Zwecke instrumentalisiert und ist das Symbol schlechthin für Nationalismus, Militarismus und germanische Mystik. An dieser Stelle sei daran erinnert, dass Hitler am 1. Mai 1933 im ganzen Reich „Deutsche Eichen“ pflanzen ließ. Gauck und das Bündnis „Lichtenhagen bewegt sich“ agieren hier mit der Feinfühligkeit einer Planierraupe, als wollten sie nicht der Opfer, sondern der Täter, dem Volksmob, gedenken – oder gar danken.“, erklärt der flüchtlingspolitische Sprecher der Linksjugend ['solid] Sachsen-Anhalt, Robert Fietzke. 

Mittwoch, 13. Juni 2012

Militarisierung der Forschung

Eine studentische Zeitung an der Hochschule Magdeburg namens "ASSI" hatte jüngst einen sehr schönen und ausführlichen Beitrag über unsere Veranstaltung "Militarisierung von Bildung" am 19. Januar in ihrer aktuellen Ausgabe. Dafür möchten wir uns bedanken und bieten den Text hier auf dem Blog an.
__________________________________________________________________

(MK) Am Donnerstag, den 19. Januar hatte die Hochschulgruppe „['solid] SDS“ zur Info- und Diskussionsveranstaltung an der Hochschule Magdeburg eingeladen, um über die „Militarisierung von Bildung“ zu reden. Als Referentin konnte die Friedens- und Konfliktforscherin Mechthild Exo gewonnen werden, die selbst an der Otto-von-Guericke Universität studierte. In den Fokus rückte das Thema, als man auf einem Flyer der hochschuleigenen Bibliothek auf der Rückseite Werbung für die Bundeswehr fand, so die Organisatoren. Daran anknüpfend begann Frau Exo ihren Vortag damit, über die Rüstungsforschung an deutschen Hochschulen aufzuklären. Im Jahr 2008 gab die Bundesregierung satte 1,1 Milliarden Euro für Militärforschung an Hochschulen aus. Dabei wird ein breites Spektrum abgedeckt, von Materialforschung, der Psychologie über die Erforschung von Ermüdungserscheinungen bei Flügen bis zur Lebensmitteltechnik. Fast schon pervers ist es, dass selbst Ethnologen für die Ziele des Militärs eingespannt werden. Wenn der Widerstand nicht mit Waffengewalt allein gebrochen werden kann, dann schickt man zivile, scheinbar unparteiische Personen, wie Kulturwissenschaftler, in die jeweilige Region, die sich dann mit den Menschen und der Kultur vertraut machen, um im Anschluss gemeinsam mit Militärs eine neue Strategie zur Brechung des Widerstands der Bevölkerung zu erarbeiten. Im schlimmsten Fall werden auch Ziele für nächtliche Hausdurchsuchungen oder gar eine gezielte Tötung mittels einem Drohnenangriff ausgekundschaftet.

Sonntag, 22. Januar 2012

Der Bund für's Leben? Die Militarisierung von Bildung

Bericht über unsere Veranstaltung am vergangenen Donnerstag

(cb) Nach dem Wegfall der Wehrpflicht steht die Bundeswehr vor einer schwer lösbaren Aufgabe: die Rekrutierung eigenen Nachwuchses. Kamen früher Heerscharen junger Leute zum Bund, so kommt er nun zu ihnen, hält Unterricht, finanziert Sport- und Freizeitaktivitäten und unterstützt gezielt zweckdienliche Forschung an deutschen Hochschulen. Mit Argwohn beobachten wir die schleichend zunehmende Militarisierung von Bildung und finden, dass dieses Thema bislang im öffentlichen Diskurs kaum wahrgenommen und angesprochen wird.

Was ist die Militarisierung von Bildung? Wie konkret gestaltet die Bundeswehr ihre Werbetour durch das deutsche Bildungswesen und was können wir unternehmen, um unseren Unmut über diese leise Vereinnahmung auszudrücken? Um diese Frage beantworten zu können, haben wir am 19. Januar Mechthild Exo, Friedens- und Konfliktforscherin aus Berlin und ihres Zeichens antimilitaristische Aktivistin, eingeladen.

In einer gemütlichen Runde mit insgesamt 23 TeilnehmerInnen haben wir einen spannenden Vortrag von Mechtild gehört, bei dem man durchweg gemerkt hat, wie gut und tief sie in der Materie steckt. Nach der Einführung, dass sich militärische Forschung überall, in der Technik, der Medizin, den Sozialwissenschaften, ja sogar in der Ethnologie, verbirgt, wurde unter anderem das Thema „Reservisten an Hochschulen“ angesprochen und wie deren vermehrte Auftritte gewertet werden müssen. Hierbei geht es um die gezielte Werbung um Nachwuchs, insbesondere in strukturschwachen Regionen und das Etablieren von Studiengängen wie „military studies“, was man beispielsweise in Potsdam studieren kann. Bei solchen Studiengängen wird die militärische Intervention als Normalität gelehrt und kaum mehr in Frage gestellt.

Weiter ging es über die Verbindung zwischen Militarismus, Kolonialismus und einhergehen-dem Rassismus zur Frage der sogenannten „responsibility to protect“ (dt.: Verantwortlichkeit zu Beschützen), wie auch der Interventionsforschung. Abgeschlossen wurde der Vortrag mit einer regen Diskussionsrunde, in der die TeilnehmerInnen Fragen stellen konnten und miteinander eigene Eindrücke der Militarisierung der Bildung austauschen konnten. Diese Möglichkeit des Austauschs untereinander war uns besonders wichtig und es hat uns gefreut, dass die Diskussionsrunde so gut und spannend lief – vielen Dank dafür!

Termine der Bundeswehr in Sachsen-Anhalt bis Ende März
Wir möchten uns auch an dieser Stelle noch einmal bei Mechtild für ihren gelungenen Vortrag bedanken und hoffen sie bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen.

Schon gewusst? Die Bundeswehr kommt auch zu uns nach Sachsen-Anhalt, wirbt auf insgesamt 16 Veranstaltungen in 8 Städten allein bis Ende März - und zwar neben Berufs-Messen auch an Berufsschulen, Gymnasien und anderen Schulen. Wenn auch du meinst, dass die Bundeswehr insbesondere nicht an Bildungseinrichtungen werben sollte oder Fragen zu dem Vortrag hast, dann melde dich bei uns – wir freuen uns, ins Gespräch zu kommen und vielleicht gemeinsam etwas zu bewegen. Wir planen bereits die ersten Aktionen und haben eine Vielzahl an Materialien zur Verfügung!

Lesezeichen der Hochschulbibliothek. Auf der Rückseite wirbt die Bundeswehr "Das ist die Freiheit, die wir meinen" oder "Wir. Dienen. Deutschland."
Weiterführende Links:
http://www.bundeswehr-raus.de/ (Kampagnenseite der Linksjugend ['solid]
http://zivilklausel.blogsport.de/ (Derzeit noch im Aufbau)
http://zivilklauselkongress.blogsport.de/ (Zivilklausel in Tübingen)
http://www.zivilklausel.uni-koeln.de/ (Zivilklausel in Köln)
http://jugendoffizier.wordpress.com/ (Bundeswehr raus aus dem Klassenzimmer)
http://microenergy-foundation.com/natwiss/ (NaturwissenschaftlerInnen)
http://ialana.de/ (JuristInnen)
http://ippnw.de/ (ÄrztInnen)
http://fiff.de/ (InformatikerInnen)
http://www.imi-online.de/ (Informationsstelle Militarisierung)
http://www.kehrt-marsch.de/ (Mitmachkampagne)

Montag, 16. Januar 2012

Die Militarisierung von Bildung

Info- und Diskussionsveranstaltung mit Mechthild Exo 



Gingen früher junge Menschen zur Bundeswehr, kommt die Bundeswehr heute zu ihnen – ob sie wollen oder nicht. Die Bundeswehr weitet ihre Einsatzfelder ständig aus, sei es durch “Friedensmissionen“ (= Kriege) in aller Welt oder auch in Deutschland selbst. Auch Universitäten sind davon immer mehr betroffen: Das Bundesministerium für Verteidigung investiert dank Drittmitteleinsatz Millionen an deutschen Hochschulen und Studiengänge wie „Military Studies“ weisen den Weg in die Militarisierung eigentlich aufklärerischer Institutionen.
Die damit eingeschlagene Richtung ist zwar noch wenig spürbar, zeigt aber eine zunehmende Gefährdung demokratischer, ziviler Positionen in der Gesellschaft an.

Doch wie dem begegnen? Politische Skandalisierung? Eine Zivilklausel? – Zusammen mit Mechthild Exo, Friedens- und Konfliktforscherin und antimilitaristische Aktivistin, wollen wir über die Entwicklungen und mögliche Handlungsfelder diskutieren.


Zeit: Do, 19. Januar, ab 18.00 Uhr
Ort: Hochschule Magdeburg, Breitscheidstraße 2, Gebäude 14, Seminarraum 4

Montag, 12. Dezember 2011

Veranstaltung: Die Militarisierung von Bildung

Die Militarisierung von Bildung
Info- und Diskussionsveranstaltung mit Mechthild Exo 


Gingen früher junge Menschen zur Bundeswehr, kommt die Bundeswehr heute zu ihnen – ob sie wollen oder nicht. Die Bundeswehr weitet ihre Einsatzfelder ständig aus, sei es durch “Friedensmissionen“ (= Kriege) in aller Welt oder auch in Deutschland selbst. Auch Universitäten sind davon immer mehr betroffen: Das Bundesministerium für Verteidigung investiert dank Drittmitteleinsatz Millionen an deutschen Hochschulen und Studiengänge wie „Military Studies“ weisen den Weg in die Militarisierung eigentlich aufklärerischer Institutionen.
Die damit eingeschlagene Richtung ist zwar noch wenig spürbar, zeigt aber eine zunehmende Gefährdung demokratischer, ziviler Positionen in der Gesellschaft an.

Doch wie dem begegnen? Politische Skandalisierung? Eine Zivilklausel? – Zusammen mit Mechthild Exo, Friedens- und Konfliktforscherin und antimilitaristische Aktivistin, wollen wir über die Entwicklungen und mögliche Handlungsfelder diskutieren.


Zeit: Do, 19. Januar, ab 18.00 Uhr
Ort: Hochschule Magdeburg, Breitscheidstraße 2, Gebäude 14, Seminarraum 4

Dienstag, 6. Dezember 2011

Bericht zu den Protesten gegen die Afghanistan-Konferenz


Bundeswehr raus aus Afghanistan! – (Neo)Imperialistische Kriege beenden!

(ag) Etwa 4000 Menschen waren am Wochenende aus allen Teilen der Bundesrepublik nach Bonn gereist, um ihrer Ablehnung des Krieges in Afghanistan Ausdruck zu verleihen und gegen die Afghanistan-Konferenz zu protestieren.
Mit dabei waren auch AktivistInnen des BAK AuF und der Linksjugend ['solid] Sachsen-Anhalt.

Am gestrigen Montag ist in Bonn die 10. Afghanistan-Konferenz gestartet, bei der die in Afghanistan kriegführenden Staaten über ihr weiteres Vorgehen im Land beraten und ihre angeblichen „Erfolge“ feiern wollen.

Dass diese Konferenz eine reine Farce ist und die katastrophale Lage der Mehrheit der Afghaninnen und Afghanen völlig ignoriert, machten die FriedensaktivistInnen aus den verschiedensten Organisationen am vergangenen Wochenende deutlich.

Am Samstagmittag starteten zunächst die Aktionen des „Protestbündnis gegen Petersberg II“, die seit Monaten auch unter reger Beteiligung von GenossInnen von DIE LINKE.SDS und der Linksjugend [’solid] vorbereitet worden sind. Bei der Auftaktkundgebung auf dem Bonner Kaisersplatz sprachen unter anderem Monty Schädel, Geschäftsführer der DFG-VK und die afghanische Politikerin Malalai Joya, bevor sich dann der Protestzug durch die Bonner Innenstadt in Bewegung setzte. Rufe wie „Bundeswehr raus aus Afghanistan!“ und die zahlreichen Transparente der Demo-TeilnehmerInnen sorgten für viel Aufmerksamkeit und nicht wenige Passanten reihten sich spontan in die Demonstration ein, um gegen die Kriegskonferenz in ihrer Stadt zu protestieren.

Unterwegs brachten sich auch immer wieder GenossInnen der Linksjugend [’solid] und des SDS mit Redebeiträgen, z.B. zu den Themen Bundeswehr an Schulen und Rüstungsforschung bei den Kundgebungen ein.

Bis auf einen kurzen Zwischenfall, bei dem das Büro der Hochtief AG (dieses Unternehmen profitiert maßgeblich vom Krieg in Afghanistan, da es quasi als Staatsbauunternehmen den Wiederaufbau im Land für seine Gewinne nutzen kann) mit Farbbeuteln beworfen wurde, verlief die Demonstration wie geplant und fand mit einer Kundgebung, in der unter anderem Wolfgang Uellenberg (ver.di) und Gregor Gysi redeten, ihren Abschluss.

Am Abend fand dann noch eine von der LINKEN organisierte Podiumsdiskussion mit Gesine Lötzsch und AktivistInnen der Occupy-Bewegung aus den USA und Griechenland statt.

Für den Sonntag hatte das Bündnis zu einer Internationalen Konferenz unter dem Titel „Für ein selbstbestimmtes Afghanistan“ eingeladen, an der etwas 450 Interessierte teilnahmen.
In hochkarätig besetzten Podiumsdiskussionen und Workshops diskutierten die Anwesenden, über die aktuelle Situation in Afghanistan und tauschten sich über Alternativen abseits der imperialistischen Politik der Regierenden aus.

Übereinstimmend wurde die Bedeutung der Vernetzung der internationalen Friedensbewegung betont und die Solidarität der FriedensaktivistInnen untereinander hervorgehoben.

Hoch die internationale Solidarität – Nie wieder Krieg!

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Bundeswehr raus aus Afghanistan - zivil helfen!


Die Hochschulgruppe SDS.Die Linke Magdgeburg und die Jugendgruppe
Linksjugend ['solid] Magdeburg rufen anlässlich des 10. Jahrestages des
Afghanistan-Krieges zu Protesten auf.


Jugend- und Hochschulverband veranstaltet zum 10. Jahrestag des Beginns des
Afghanistan-Krieges einen Info-Stand, um der Forderung nach einem schnellen
Ende des Krieges Nachdruck zu verleihen.



SDS.Die Linke & Linksjugend ['solid] Magdeburg erklären:


Der Krieg in Afghanistan ist seit dem Einmarsch der USA und ihrer Verbündeten im Jahr 2001 immer weiter eskaliert. Von einer Befriedung kann keine Rede sein. In Afghanistan sind inzwischen über 130.000 NATO-Soldaten stationiert. Dazu kommen 130.000 bis 160.000 private Söldner und Mitarbeiter von Sicherheitsfirmen. Die Kampfhandlungen und die Zahl der Toten, sowohl von Soldaten als auch Zivilisten, steigen von Jahr zu Jahr. Das Jahr 2010 war das blutigste seit Beginn des Krieges.


Die Kriegskosten belaufen sich allein für Deutschland auf 17 Milliarden Euro, weitere 5 Milliarden Euro kommen bis 2014 noch hinzu. Im selben Zeitraum wurden gerade einmal 584 Millionen Euro an deutschen Hilfsgeldern ausgezahlt.


Am 7. Oktober 2011 jährt sich der Beginn des Afghanistankrieges zum 10. Mal. Die Bundesregierung nimmt dieses traurige Jubiläum zum Anlass, um im Rahmen der internationalen Afghanistan-Konferenz am 5. Dezember in Bonn über das weitere Schicksal des Landes zu beraten. Dort sollen die Weichen für einen angeblichen Truppenabzug und eine neue „Friedensperspektive“ gestellt werden. Doch hinter diesen Worthülsen verbirgt sich nicht mehr als eine große PR-Show der NATO-Staaten.


Die angekündigten Maßnahmen zur Afghanistan-Konferenz klingen gut, sind aber
in doppelter Hinsicht Augenwischerei. So wird ein Truppenabzug bis zum Jahr 2014 verkündet, in Wahrheit will die NATO den Krieg bis noch 2014 ausweiten. Damit sind drei weitere Jahre Krieg und Zerstörung mit vielen Toten und Verletzten garantiert. Und ab 2014 sollen laut NATO mindestens 50.000 ausländische Soldaten dauerhaft in Afghanistan stationiert bleiben.


SDS und Linksjugend ['solid] nehmen die Afghanistan-Konferenz der
Bundesregierung zum Anlass, um am 3. Dezember in Bonn gemeinsam mit vielen
anderen Organisationen der Friedensbewegung für den Frieden und einen sofortigen Abzug der Invasions-Truppen zu demonstrieren und am 4. Dezember auf einer Gegenkonferenz für zivile Alternativen zur Fortsetzung des Afghanistan-Krieges zu werben.


Weitere Informationen:
http://www.linke-sds.org
http://www.afghanistanprotest.de

Sonntag, 2. Oktober 2011

Kein Werben fürs Sterben!

Krieg ist keine Berufsperspektive!


http://bundeswehrraus.files.wordpress.com/2011/08/zeitung_bwraus_halbrhein.pdf


Die Bundeswehr wirbt auf der Messe für Bildung und Berufsorientierung "Perspektiven" vom 7.10.11 bis 8.10.11 - Wir sagen ganz klar: Das geht so nicht!






Kein Werben fürs Sterben!
Bundeswehr raus aus den Schulen!
Ausbildungsplätze statt Kriegseinsätze!


8-Seitige PDF zum Thema
http://bundeswehrraus.files.wordpress.com/2011/08/zeitung_bwraus_halbrhein.pdf