Die
Bürgerinitiative OFFENe HEIDe ruft auch 2013 wieder zu einem Ostermarsch in der Colbitz-
Letzlinger Heide auf. Am 1. April wird es
dazu in Dolle ab 10:45 Uhr eine ökumenische Andacht an der Mahn- und
Gedenkstätte für die Opfer des Faschistischen Terrors geben. Ab 11:00 Uhr findet dort dann die Begrüßung zum Ostermarsch und das Gedenken statt. Der anschließende Ostermarsch und nunmehr 237. Friedensweg
wird durch den Ort in die anliegende Heidelandschaft führen und
anschließend zur Bühne an der Forststraße in unmittelbarer Nähe zum
Ausgangspunkt zurückkehren. Auf dieser findet ab 12:30 Uhr ein Konzert
mit Esther Bejarano, ihrem Sohn Joram und den Musikern der Kölner
Rap-Band "Microphone Mafia", Rosario Pennino und Kutlu Yurtseven, statt.
Die 87-jährige Esther Bejarano gehört zu den letzten Überlebenden des
Mädchenorchesters des KZ Auschwitz. Eine Kundgebung mit Tobias Pflüger,
Mitglied im Vorstand der Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V.
und Vorstand des Bundesparteivorstandes der Partei DIE LINKE, beginnt
anschließend um 14:00 Uhr.
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Flyer- und Plakatmotiv zum Ostermarsch 2013 |
Anfahrt- und Mitfahrtmöglichkeiten
Autokorso von Magdeburg
9:45 Uhr ab Domplatz Magdeburg
Fahrrad-Tour von Magdeburg nach Dolle
07:30 Uhr ab Alter Markt, Magdeburg | 09:00 Uhr ab Bahnhof Wolmirstedt, 35 km
Oster-Friedensfahrt von Stendal
07.30 Uhr vom Bahnhofstunnel in der Lüderitzer Straße in Stendal
Wir als Linksjugend ['solid] & SDS.Die Linke Magdeburg unterstützen den Aufruf der BI OFFENe HEIDe in der Sache, finden jedoch die
Formulierung "Wir protestieren gegen einen Tummelplatz für Ego-Shooter
in einem computerspielgleichen Szenario" mehr als unglücklich.
Computerspiele mit expliziter Gewaltdarstellung mögen frag- und
diskussionswürdig sein, eines aber sind sie ganz sicher nicht einmal
ansatzweise: Gefechtsübungen einer Interventionsarmee. Es betrübt uns
sehr, dass der gebetsmühlenartig hervorgebrachte Versuch seitens
selbsternannter Sicherheitspolitiker_innen scheinbar gefruchtet hat, welche nach erfolgten Gewalthandlungen, bei denen mehrere Personen durch eine_n einzelne_n Täter_in innerhalb eines Tatereignisses (bspw. eines Amoklaufs) getötet werden, eine Kausalität zwischen Computerspielen und eben diesen Gewalthandlungen herzustellen. Wir sagen ganz offen: Wir spielen Ego-Shooter (bekannt als "Killer"spiele)! Und wir sind trotzdem (oder gerade deshalb?) gegen Gewalt, Kriege und deren Vorbereitung!
Auch
die thematische Konzentration auf den urbanen Kampfübungsplatz
"Schnöggersburg" erscheint verkürzt, da es doch um die Rückgewinnung der
gesamten Heide für die Zivilgesellschfaft gehen sollte.
"Schnöggersburg" ist zwar ein hochaktuelles und politisch-brisantes
Thema, erfasst aber nicht die Gesamtheit der Kriegsvorbereitungen und
Vorbereitung der Soldat_innen auf kommende Kriegseinsätze.
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