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Montag, 21. September 2015

„Warum hat denn niemand dieses Patriarchat zerbombt!?“

Gemeinsame Erklärung von Linksjugend ['solid] Magdeburg & SDS. Die Linke Magdeburg
 

Wir, die Mitglieder der Jugendverbandes und der Hochschulgruppe, verstehen uns als eine antiautoritäre und emanzipatorische Gruppe, die sich jeglichen reaktionären gesellschaftlichen Bestrebungen entgegenstellen wird. Daher haben wir mit großer Verwunderung und Verärgerung die in den letzten Tagen getätigten Aussagen des parteilosen Stadtrates und Mitglied der Fraktion DIE LINKE./ Gartenpartei Marcel Guderjahn zur Kenntnis genommen. Offensichtlich hat dieser entweder die in der Pressemitteilung getätigten Aussagen nicht verstanden, oder er führt tatsächlich unter dem Deckmantel einer herbei fantasierten „Männerfeindlichkeit“ einen Kampf gegen Emanzipation und Gleichberechtigung in dieser Stadt. 

Samstag, 5. April 2014

Stadtrat Hoffmann (CDU) möchte gerne "politische Gerichte" für "Linksideologen" und warnt vor "anti-christlicher Unterwandung von Türken und anderen"

Dass weite Teile der CDU offen rassistisch und homophob sind, ist nichts Neues, aber muss es denn sein, dass diese Menschen auch noch die parlamentarische Bühne etwa eines Stadtrates oder Landtages erhalten? Dieser Artikel handelt von Michael Hoffmann, der uns bis dato völlig unbekannt war. Er sitzt seit 2009 im Magdeburger Stadtrat und hat sogar einen eigenen Wikipedia-Artikel. Von 1998 bis 2002 saß er gar im Landtag, damals noch für die SPD. Momentan kandidiert er auf Listenplatz 1 im Wahlbereich 7 (Sudenburg) für die Kommunalwahlen am 25. Mai, scheint also eines der besten Pferde im Stall der CDU zu sein. Was zeichnet ihn aus, was bringt er an "Kompetenzen" und "Qualitäten" mit und was hält er so von den wichtigen Fragen unserer Zeit? Auf seiner öffentlichen Facebookseite [1] gewährt er uns einen kleinen, aber feinen Einblick in seine Gedankenwelt. Anschnallen, bitte! [2]


Mittwoch, 29. Januar 2014

Aufruf zum Frauen*kampftag 2014 - Heraus zum 08. März!

Der Internationale Frauen*kampftag steht für den Kampf für rechtliche, politische und wirtschaftliche Gleichstellung, ein selbstbestimmtes Leben, für das Recht auf körperliche Unversehrtheit, sowie sexuelle Selbstbestimmung. Beim ersten Internationalen Frauentag 1911 wurden Forderungen nach sozialer und politischer Gleichberechtigung auf die Straße getragen. Auch über hundert Jahre später sind viele Forderungen immer noch aktuell. Wir stellen uns in eine Reihe mit den feministischen Initiativen und Bewegungen und wollen versuchen eine gemeinsame neue feministische Offensive zu organisieren!


Dienstag, 8. Oktober 2013

Kritischer Lesekreis zu Feminismus, Sexismus und Genderkritik - ab 29.10.13!

Gleichberechtigung von Mann und Frau - das ist ein Ziel, das, zumindest in der Öffentlichkeit, jede*r unterstützen würde. Aber wie sieht es damit in der Realität aus? Statistiken zeigen, dass Frauen immernoch weniger "Führungspositionen" besetzen, weniger Lohn erhalten als Männer, mehr Zeit mit Haushalts- und Erziehungsaufgaben verbringen und spätestens seit der "#Aufschrei"-Debatte sollte auch dem/der Letzten klar sein, dass sexuelle Belästigung durch unangenehme Kommentare bis hin zu sexualisierter Gewalt keine Seltenheit ist. 

Diese Debatte war wichtig - aber reicht das aus? Warum drehten sich unzählige Talkrunden nur um sexuelle Belästigung? Warum wurde das Thema Sexismus, das für viele Menschen bittere und nahezu tägliche Realität ist, heruntergebrochen auf "kleine Fehler beim Flirten" oder "eine unangemessene Wortwahl"? Kann und sollte Sexismus isoliert von gesellschaftlichen Strukturen und Prozessen betrachtet werden?


Dienstag, 6. August 2013

Heraus zum 12. Christopher Street Day in Magdeburg!

In diesem Jahr findet der Christopher Street Day (CSD) in der Landeshauptstadt Magdeburg unter dem Motto „Öffnung der Ehe jetzt!“ statt. Neben der Parade und dem anschließenden Straßenfest am 17.08., wollen alle Beteiligten mit einem vielfältigen Kulturprogramm vom 9. bis zum 18. August 2013 wieder konsequent und selbstbewusst Gleichberechtigung und Akzeptanz einfordern. Die Eröffnung der CSD-Programmwoche findet am 9. August 2013 mit dem Hissen der Regenbogenfahne am Magdeburger Rathaus statt.


Freitag, 28. Juni 2013

Die Maskulisten - mit Andreas Kemper

Am gestrigen Donnerstag diskutierten wir mit Andreas Kemper über die reaktionäre Bewegung der Maskulisten bzw. Maskulinisten sowie über die organisierte Szene der Antifeminist*innen. Für all jene, die den Workshop verpasst haben: hier ist eine Aufzeichnung!


Montag, 4. Februar 2013

One Billion Rising

Wir dokumentieren hier einen Aufruf zur Magdeburger Beteiligung an der weltweiten Kampagne "One Billion Rising", dem wir uns anschließen. Wir rufen ebenfalls dazu auf, sich daran zu beteiligen. Strike - dance - rise! Am 14. Februar von 15:00 - 18:00 Uhr am Hundertwasserhaus: 

Am 14.02.2013 startet die weltweite Kampagne „One Billion Rising“, unter dem Motto „strike – dance – rise“ um ein Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen zu setzen. Weltweit werden eine Milliarde Frauen während ihres Lebens Opfer von Vergewaltigung und gewalttätigen Übergriffen. Der Aktionstag will dafür sensibilisieren und informieren. Tanzen zeigt Kraft, tanzen ist ein Stück Freiheit und tanzen ist Selbstausdruck. Und wir sind DABEI!


Freitag, 16. November 2012

Debatte um Xavas: Der Sexismus kommt zu kurz

In der Debatte um das Lied "Wo sind" der Rapper Xavier Naidoo und Kool Savas, kurz "Xavas", kommt uns ein Aspekt in der medialen Aufarbeitung des Falls bislang zu kurz: ihre latente Frauenverachtung.
In dem Song werden Vergewaltigungen und Ritualmorde von Jungen in eine Linie mit Homosexualität gestellt, indem als sozusagen "probate Alternative" dazu, der Verkehr mit Frauen nahegelegt wird. Diese biologistische Argumentationsweise diskreditiert nicht nur schwule und lesbische Beziehungen an sich, sondern lässt auch ein bedenkliches Bild von Frauen erahnen, die nicht länger als integre und selbstbestimmte Personen, sondern als objektifizierte Triebabfuhrmittel "genutzt" werden können. Sexismus pur, der sich nicht zuletzt in der Wahl der Wörter niederschlägt, die Frauen nicht als solche, sondern nur als Pars pro toto, als (Körper-)Teil des eigentlichen Ganzen, abwertend bezeichnen.

Mittwoch, 12. September 2012

Heteroprivilegien

@sanczny hat einen sehr interessanten und lesenswerten Blog-Eintrag zu Privilegien von Heterosexuellen verfasst, den wir mit freundlicher Genehmigung hier auf die Seite stellen dürfen:
Den unsichtbaren Tornister auspacken II
Sexuelle Orientierung Positioniertheit

Tägliche Auswirkungen von Hetero-Privileg

Dieser Artikel basiert auf Peggy McIntosh’s Artikel über White Privilege und wurde von einer Reihe als hetero identifizierenden Studenten am Earlham College geschrieben, die zusammen kamen, um sich einige Beispiele für Hetero-Privileg anzuschauen. Diese Dynamiken sind nur ein paar Beispiele für Privilegien, die heterosexuelle Menschen haben.
Lesben, Schwule, Bisexuell und Queer identifizierende Leute haben eine Reihe von unterschiedlichen Erfahrungen, können aber auf die meisten dieser Voraussetzungen in ihrem Leben nicht zählen.

Donnerstag, 23. August 2012

Offener Brief an die Piratenpartei: Was habt ihr euch eigentlich bei dem CSD-Material gedacht?

Werte Pirat*innen,

nach einiger Zeit der entsetzten Fazialpalmierung ist es mir nun also möglich, meine Hände zum Verfassen dieser Nachricht zu gebrauchen und möchte euch fragen, was um Himmels Willen ihr euch bei dem Design und der nachfolgenden Ausgabe dieser beiden Sticker gedacht habt:

Ich meine - ernsthaft, "Homophobie ist voll schwul"? Ich kann mir ausmalen, dass da jemand ganz kreativ sein und "mit den eigenen Waffen schlagen" wollte, aber ist euch tatsächlich nicht bewusst, dass ihr mit genau so einem Stuss das Wort "schwul" weiter als Schimpfwort stilisiert und - vor allem - etabliert?

Dienstag, 21. August 2012

Demonstration zum CSD: "Für Akzeptanz. Gegen Homophobie."

Nach langer Vorbereitungszeit war es am Samstag endlich soweit: In Kooperation mit dem Stadtverband DIE LINKE. Magdeburg zogen unsere beiden Gruppen der Linksjugend ['solid] & SDS.Die Linke Magdeburg mit einem eigenen Paradewagen samt DJ quer durch Magdeburg und demonstrierten für die rechtliche Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen (LSBTI). Der Christopher Street Day erinnert an die Aufstände Homosexueller im Jahre 1969 in New York gegen Polizeiwillkür und -schikane und wird inzwischen weltweit, auch (und trotz Komplikationen im Vorjahr) in Magdeburg, gefeiert.

Donnerstag, 16. August 2012

Reaktion auf Leserbrief in der Volksstimme

Dass noch immer viel Arbeit in die Akzeptanz nicht-heterosexueller Partnerschaften investiert werden muss, verdeutlicht ein in der Volksstimme vom 15.08.2012 abgedruckter Leserbrief, den wir nicht unkommentiert stehen lassen können.

Eingriff in die menschliche Seele
Zu „Minister für Steuervorteile bei Homo-Ehen“, Volksstimme vom 8. August:
 Die Umdeutung unseres Grundgesetzes zugunsten einer Gleichstellung der Homo- mit der traditionellen Ehe ist ein einseitig rationaler Schachzug, der die Ebene unseres Instinkts und Gemüts rigoros übergeht. Das Urbild der Familie ist seit Jahrtausenden als Vater-Mutter-Kind in uns angelegt.
Wenn man dieses Bild aus seiner archetypischen Struktur „herausoperiert“ und durch einen rationalen Fremdkörper ersetzt, ist das ein tiefer Eingriff in die menschliche Seele, der gewaltige Umstellungen erforderlich macht. Unsere Anpassungsfähigkeit ist aber seit Jahrzehnten belastet durch die Schnelllebigkeit technischen Fortschritts, das Verblassen gemüthafter Kräfte und die Integration fremder Kulturen in unseren gewachsenen gesellschaftlichen Organismus.

Freitag, 3. August 2012

Der elfte CSD in Magdeburg

Noch bis in die Mitte der 1960-er Jahre war es üblich, dass die Polizei in den Vereinigten Staaten Razzien in Schwulenbars oder einschlägigen Nachtclubs durchführte. Sie verhaftete dabei willkürlich Anwesende, machte deren Identiät öffentlich und outete sie damit als homosexuell, was im prüden Amerika zu dieser Zeit den Verlust des gesellschaftlichen Ansehens der betroffenen Person bedeutete. Als am 28. Juni 1969 erneut eine polizeiliche Razzia in der Szene-Bar »Stonewall Inn« in der Christopher Street in New York durchgeführt werden sollte, widersetzten sich die Homosexuellen gewaltsam der Schikanierung durch das Staatsorgan. Es folgten tagelange Ausschreitungen, in denen sich die angestaute Wut der Homosexuellen über die repressive Wirklichkeit entlud, während die Polizei sogar Spezial- und Eliteeinheiten zur Aufstandsbekämpfung, wie die Tactical Patrol Force, die sonst zum Niederschlagen von Anti-Vietnam-Demonstrationen eingesetzt wurde, auffuhr.

Dieser Tag markiert den Anfang der Schwulen- und Lesbenbewegung und wird heute überall über den Globus, in jeder größeren Stadt als Akt der Emanzipation und Kampf für Egalität, Akzeptanz und Recht gefeiert.
Auch in Magdeburg wird zum nunmehr elften Mal den Aufständen der Homosexuellen mit der Austragung des Christopher Street Days, kurz CSD, gedacht.

Samstag, 30. Juni 2012

"Gleiche Rechte ja, aber bitte nicht für Schwule und Lesben"?

Am vorgestrigen Donnerstag, den 28.06.2012, hatten die Parlamentarier*innen im Bundestag auf Initiative der Grünen und der SPD die Möglichkeit, darüber abzustimmen, ob die Ehe endlich für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet werden oder man weiter an dem diskriminierenden konservativen Rollen-, Familien- und Ehemodell der 50-er und 60-er Jahre festhalten soll.

Copyright (c) Deutscher Bundestag / Marc-Steffen Unger
Mit den Stimmen der CDU/CSU und der FDP wurde sowohl der Gesetzesentwurf zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts, als auch der Entschließungsantrag zur Gleichstellung der Lebenspartnerschaft mit der Ehe in sämtlichen Rechtsbereichen abgelehnt. Die Bundesregierung weist damit weiter sowohl präsentierte Gesetzesvorschläge, als auch den Antrag darauf von sich, selber ein derartiges Gesetz auszuarbeiten und muss sich den Vorwurf gefallen lassen, tradierte Partnerschaftsmodelle über die Gleichbehandlung aller Paare zu stellen.

Donnerstag, 8. März 2012

Grüße und Forderungen zum 101. Internationalen Frauentages



Seit über hundert Jahre feiern wir nun schon den internationalen Frauentag am 8. März. Initiiert um für das Wahlrecht der Frauen zu kämpfen, mahnt er auch heute noch die bestehenden Ungerechtigkeiten zwischen Männern und Frauen in unserer kapitalistischen Gesellschaft an.

„Uns als Studierendenverband ist es dabei besonders wichtig, den Blick auf die Hochschulen zu lenken. Die Mehrheit der Studierenden sind zwar Frauen, aber die Erfolgswege in Forschung und Lehre bleiben oftmals noch den Männern vorbehalten.“, erklärt die Geschäftsführerin von DIE LINKE.SDS, Paula Rauch. „Es ist einfach nicht hinnehmbar, dass eine akademische Laufbahn immer noch mehrheitlich durch die Wahl zwischen Familie und Karriere beeinflusst wird.“

Auch die Perspektive auf die gesamte Gesellschaft zeichnet kein besseres Bild. Frauen verdienen durchschnittlich 23% weniger als Männer. Die reine Rentabilität ist und bleibt die Grundlage der Diskriminierung von Frauen in der Arbeitswelt. Dies ist auch am aktuellen Beispiel der Verkäuferinnen von„Schlecker“ zu erkennen. Wurden wirtschaftlich rentablere Bereiche wie die Autoindustrie oder das Bankenwesen in den letzten Jahren mit Milliarden gerettet, bleiben die fast 12.000 Verkäuferinnen ihrem Schicksal überlassen. Branchen in denen zu meist Frauen tätig sind, haben ein deutlich schlechteres Lohnniveau und erhalten weniger Anerkennung in der Gesellschaft, obwohl ihr Beitrag zu jener nicht minder bedeutend ist. DIE LINKE.SDS fordert daher Sichere Arbeitsplätze statt Blumen!

„Der Internationale Frauentag hat über seine lange Geschichte nicht an Bedeutung verloren, auch wenn vieles im Bereich der Gleichstellung schon erreicht wurde.“ so Kerstin Wolter, Mitglied im Bundesvorstand von DIE LINKE.SDS. “Es kann noch lange nicht von einer vollständigen Gleichheit
der Geschlechtern gesprochen werden".

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Weitere Informationen und Fragen gerne an:
Paula Rauch paula.rauch@linke-sds.org 0171 6980016
DIE LINKE.SDS (Sozialistisch-Demokratischer Studierendenverband) ist die der
DIE LINKE nahestehende Studierendenorganisation. www.linke-sds.org