Mittwoch, 26. September 2012

Bericht in der Zeitung von Dr. Rosemarie Hein (MdB)

Im Folgenden möchten wir einen Artikel zitieren, den wir für die Zeitung der Bundestagsabgeordneten Dr. Rosemarie Hein verfassen durften und der jetzt veröffentlicht wurde.
»Knallrot, original queer
DIE LINKE beim Magdeburger CSD

Berlin streitet darüber, ob gleichgeschlechtlichen Partnerschaften die gleichen Rechte zugestanden werden sollen, wie in einer Ehe. Die Öffnung der Ehe wird seit langem u.a. deswegen gefordert, da Partner*innen in der sogenannten »Eingetragenen Lebenspartnerschaft« bereits alle Pflichten bekommen, im Steuer- oder Adoptionsrecht aber weiter das Nachsehen gegenüber Eheleuten haben.

Homo- und Transphobie ist ein gesamtgesellschaftliches Phänomen und ist nicht nur rechten und konservativen Kreisen vorbehalten, sondern erstreckt sich über die sogenannte "Mitte" der Gesellschaft bis in linke Zirkel. Menschen, die nicht in das heteronormative Schema der Mehrheitsgesellschaft passen, werden ausgegrenzt, geschnitten und gezwungen, unsichtbar zu bleiben.

Die Abwertung der Lesben, Schwulen, bi-, trans- und intersexuellen Menschen (LSBTI) findet tagtäglich vor unser aller Augen statt, ist aber immer weniger explizit geworden und offenbart sich oftmals nur noch zwischen den Zeilen.

"Ich habe nichts gegen Schwule, aber sie sollen mir bloß vom Halse bleiben.", ist eine der gängigen Phrasen, die die latente Phobie vor einer vermeintlichen Andersartigkeit entlarven.


Wir sind uns einig, dass die erkämpften Rechte für die LSBTI-Community ein guter Anfang, aber noch nicht das Ende der Fahnenstange sind. Es ist kontinuierliche Arbeit an den verkrusteten Moralvorstellungen der Gesellschaft vonnöten und Aufgabe aller, sich für den Erhalt der erarbeiteten Akzeptanz einzusetzen. Ebenso wichtig ist es, sich weiter für mehr Toleranz und ein besseren Umgang miteinander einzusetzen, um reaktionären Kräften den Wind aus den Segeln zu nehmen.

So stand für uns außer Frage, uns an der diesjährigen CSD Parade mit einem eigenen Wagen und eigens erstellten Materialien zu beteiligen und für die Interessen der Menschen zu demonstrieren, die in unserer Gesellschaft marginalisiert werden.«

Vielen Dank an Dr. Rosemarie Hein für die Gelegenheit und das Vertrauen, für ihre Zeitung schreiben zu dürfen!

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