Montag, 12. Mai 2014

Aufruf zur Kundgebung gegen die AfD und den Auftritt von Bernd Lucke am 13.05. in Magdeburg

Am morgigen Dienstag, den 13.05.14, und damit mitten in der heißen Wahlkampfphase kommt Bernd Lucke, einer von drei Sprecher*innen der nationalneoliberalen Partei 'Alternative für Deutschland', nach Magdeburg. Für uns ist das Anlass genug, Gegenprotest anzumelden, denn die AfD ist die gefährlichste parlamentarische Kraft in der gegenwärtigen politischen Landschaft der BRD.


Die AfD schürt in diesem Wahlkampf unverhohlen rassistische und nationalchauvinistische Ressentiments, wenn sie „Mut zu Deutschland“ plakatiert, vor einer angeblichen Einwanderung in die Sozialsysteme warnt und einen möglichen Beitritt der Türkei zur EU mit dem Wortspiel „Eürüpü“ bedenkt.
Bernd Lucke, Parteigründer und einer von drei Vorsitzenden, stellt sich an die Spitze dieser Hass-Bewegung, wenn er sagt: „Das Problem sind eher Randgruppen wie Sinti und Roma, die leider in großer Zahl kommen und nicht gut integrationsfähig sind." Zahlreiche Parteikollegen in Amt und Würden oder auf guten Listenplätzen sind ebenfalls aufgefallen mit zutiefst menschenfeindlichen Aussagen, allen voran Beatrix von Storch, die Speerspitze der homophoben Bewegung gegen den Baden-Württemberger „Bildungsplan“, der dieses Zitat nachgesagt wird: „Multikulti hat die Aufgabe die Völker zu homogenisieren und damit religiös und kulturell auszulöschen".

Doch es ist nicht nur die inhaltliche Dimension, die Widerstand hervorrufen muss, es ist vor allem auch die Art und Weise, wie die AfD Wahlkampf führt. Am vergangenen Wochenende wurden gleich vier gewalttätige Übergriffe auf KritikerInnen der AfD registriert. In Bonn wurde eine Studentin verletzt [1], in Dresden eine Bundessprecherin der Grünen Jugend [2], in Münster gingen Neonazi-Ordner auf KritikerInnen los und auch in Magdeburg kam es in der Nacht zum Sonntag zu einem waffenbewehrten Angriff mit Baseballschläger und Messer auf eine Gruppe von Menschen [4]. Die Opfer kritisieren in einer Pressemitteilung die Verdrehung der Tatsachen durch die Polizei, die die bewaffneten Körperverletzer zu Opfern mache und die offensichtlich vollständig falsche und erlogene AfD-Version goutiere [5].

Offen propagierter Menschenhass, Homophobie, Antifeminismus, Rassismus, Klassismus, Nationalchauvinismus und Wahlkampfmethoden, die denen der NPD gleichen: all das sind Gründe, um in der AfD eine reale Bedrohung für das friedliche Zusammenleben innerhalb dieser Gesellschaft zu sehen. Wir rufen alle demokratischen und antifaschistischen Kräfte dazu auf, sich an der Gegenkundgebung, die 17:30 Uhr vor der Halberstädter Straße 85 beginnt, zu beteiligen. Nationalismus ist keine Alternative – Die AfD ins (r)echte Licht rücken!

Einen ausführlichen Aufruf von AfD Watch - Magdeburg gibt es hier.


[1] http://de.indymedia.org/2014/05/354475.shtml
[2] http://gj-sachsen.de/aktuelles/2014/05/10/gj-bundessprecherin-in-dresden-von-afd-ordner-attackiert-strafanzeige-wegen-koerperverletzung-erstattet/?utm_content=buffer4c6a1&utm_medium=social&utm_source=twitter.com&utm_campaign=buffer 

[3] http://de.indymedia.org/2014/05/354475.shtml
[4] https://www.facebook.com/afd.watch.md/posts/1461967410706723
[5] ebd.

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