Montag, 12. Januar 2015

Nous sommes Charlie, nous sommes des humanistes

12 ermordete Menschen in Paris beim Überfall auf die Redaktion von "Charlie Hebdo", eine erschossene Polizistin und vier tote Geiseln in einem jüdischen Supermarkt in Paris. Drei tote Geiselnehmer. Das ist die traurige Bilanz dessen, was sich in den letzten Tagen in Frankreich abgespielt hat. Dass blinder Fanatismus, egal welcher Religion, ins Blutbad führen kann, hat die Geschichte oft genug gezeigt. Ebenso, dass religiöse Menschen, egal welcher Religion, mitfühlend, verständnisvoll und tolerant sein können. Es muss uns bewusst sein, dass die Mörder aus Frankreich ebenso wenig die Mehrheit des Islams repräsentieren wie beispielsweise Anders Breivik das Christentum. Anders Breivik, der sich selbst als "Kreuzritter" bezeichnete "der gegen den Islam in Europa kämpft", der eine Bombe in Oslo zündete und auf Utøya insgesamt 69 Menschenleben auslöschte.
 
Und wir müssen diese Menschen bei dem benennen, was sie sind: Mörder. Egal, welche religiöse oder sonstige Rechtfertigung gesucht wird, es bleibt Mord. Im Fall von Charlie Hebdo wurden Waffen gegen Stifte gerichtet, gegen freie Meinungsäußerung und Pressefreiheit. 
 

Donnerstag, 13. November 2014

I don't like mondays...wenn Verschwörungsfreaks, Antisemiten, Querfrontler, Reichsbürger und Neonazis aufmarschieren, dann heißt das "Friedensbewegung 2014"

Es ist deutsch in Kaltland...Teil II des Antifaschistischen Themensemesters 2014/15!

Nazi-Parole bei der 1. "Friedensmahnwache"(14.04.14)
Die „Friedensbewegung 2014“, die seit März zu "Montagsmahnwachen für den Frieden" aufruft, stellt die politische Linke vor große Herausforderungen. Sie offenbart zum einen, dass es viele Menschen gibt, die aus einem echten friedenspolitischen Interesse auf die Straße gehen, zeitigt aber zum anderen inhaltlich äußerst vermintes Terrain. Von Beginn an fiel sie auf durch allerlei verschwörungsideologische Propaganda. Der Hauptfeind war jedenfalls schnell ausgemacht: die FED. Seit März diskutiert die politische Linke, ob sie dort - auch angesichts eines ihrer absoluten Kernthemen, der Friedenspolitik - mitmachen soll oder ob eine klare Grenzziehung geboten ist. Bei den zentralen AkteurInnen, namentlich Jürgen Elsässer, Ken Jebsen, Andreas Popp und Lars Mährholz - inzwischen kann man auch Xavier Naidoo dazu zählen -, müssen jedenfalls alle linken Alarmglocken klingeln. Zeit für eine kritische Auseinandersetzung mit dieser neuen Bewegung, die vorgeblich nur an Frieden interessiert ist.



Dienstag, 28. Oktober 2014

Solikonzert von "Kleingeldprinzessin" für #blockmd am 02.11.2014!

Vorfreude. Die Sängerin Dota Kehr, die „Kleingeldprinzessin“ aus Berlin, spielt am Sonntag, 02.11.2014 im Frauenzentrum Courage/Volksbad Buckau ein Soli-Konzert für das Netzwerk #blockmd.

Wir sagen schon mal Danke für den Support!

Dota Kehr ist als „Die Kleingeldprinzessin“ aus Berlin bekannt. Diesen Namen hat sich die Sängerin von ihren Weltreisen mitgebracht, auf denen sie als Straßenmusikerin durch die Lande zog. Die Berlinerin vereint in ihrer Musik, neben lateinamerikanischen Klängen a la Bossa Nova, Elemente des Jazz, Swing aber auch sanftem Folk Rock. Ihre Texte handeln von gesellschaftlichen Zuständen und der Liebe.

Die Einnahmen des Konzertes unterstützen die Öffentlichkeitsarbeit von #blockmd.

Offener Brief des FasRa der FHW an die Studierendenschaft zur aktuellen Kürzungsdebatte

Wir dokumentieren hier einen Offenen Brief des Fachschaftsrates der Fakultät für Humanwissenschaften (unsere Offene Linke Liste bekleidet dort 2 Mandate) an die Studierendenschaft:

Liebe Studis der FHW,

als euer Fachschaftsrat möchten wir uns zu Beginn des neuen Semesters in einem offenen Brief an euch richten und Stellung zu der seit März 2013 geführten Kürzungsdebatte in Sachsen-Anhalt beziehen. Niemandem dürfte dabei entgangen sein, dass insbesondere die FHW im Fokus dieser Diskussion stand und auch immer noch steht.


Auch wenn die Schließung unserer Fakultät, wie noch im Frühjahr dieses Jahres durch das Wissenschaftsministerium angedroht, nicht mehr ansteht, gibt es aus unserer Sicht gute Gründe, die jüngsten Ereignisse kritisch zu kommentieren. Insbesondere der Inhalt und das Zustandekommen des aktuellen Hochschulentwicklungsplanes (HEP) der OvGU sind für uns Anlass, euch unsere Einschätzung zur Situation der FHW mitzuteilen.


Donnerstag, 16. Oktober 2014

Es ist deutsch in Kaltland...Antifaschistisches Themensemester 2014/15

Teil 1: Wenn Flüchtlingsheime, Moscheen und Synagogen brennen… Wie rassistisch ist Deutschland im Jahr 2014?

mit Martina Renner, Mitglied des Bundestages (DIE LINKE)

22. Oktober 2014
Beginn: 18:30 Uhr
Ort: Uni Magdeburg, Gebäude 22A (Vilfredo-Pareto-Gebäude), Raum 013

Schneeberg, Berlin Hellersdorf, Halle Silberhöhe – in ganz Deutschland machen „besorgte Bürger“ gegen Asylsuchende mobil, lassen auf der Straße und in sozialen Netzwerken ihrer Fremdenfeindlichkeit freien Lauf. Die Zahl von Kundgebungen und Demonstrationen gegen Flüchtlingsunterkünfte geht für 2014 bereits auf die 200 zu. Aber es bleibt nicht bei verbaler Gewalt. Seit Beginn dieses Jahres gab es mindestens 23 Brandanschläge und ebenso viele tätliche Übergriffe auf Flüchtlinge.


Die europäischen Polizeiaktionen gegen Flüchtlinge verweigern!

Bild: Sara Prestianni / noborder network
Pressemitteilung
 

Seit vergangenem Sonntag sind rund 20.000 Polizisten an Flughäfen, Bahnhöfen, Autobahnen und in Zügen im Einsatz. Ihr Ziel: Migrationsrouten offenzulegen und Flüchtlinge ohne Papiere zu verhaften und, falls möglich, sofort abzuschieben. Die Aktion mit dem Namen "Mos Maiorum" soll noch bis zum 26. Oktober andauern. Die Aktion zielt neben der Inhaftierung von Flüchtlingen auf die Sammlung von Informationen, um zukünftig effektiver und gezielter nach Flüchtlingen fahnden zu können. Besonders pikant: An der Aktion ist die private Grenzschutzagentur Frontex als gleichberechtigter Partner neben den regulären Polizeien beteiligt. Frontex geriet bereits mehrfach wegen des Umgangs mit aufgegriffenen Flüchtlingen unter anderem im Rahmen der sogenannten "Push-Backs" auf dem Mittelmeer in die Kritik, bei denen mehrere Menschen ums Leben kamen, die hätten gerettet werden können.