Dass noch immer viel Arbeit in die Akzeptanz nicht-heterosexueller
Partnerschaften investiert werden muss, verdeutlicht ein in der
Volksstimme vom 15.08.2012 abgedruckter Leserbrief, den wir nicht
unkommentiert stehen lassen können.
Eingriff in die menschliche SeeleZu „Minister für Steuervorteile bei Homo-Ehen“, Volksstimme vom 8. August:Die Umdeutung unseres Grundgesetzes zugunsten einer Gleichstellung der Homo- mit der traditionellen Ehe ist ein einseitig rationaler Schachzug, der die Ebene unseres Instinkts und Gemüts rigoros übergeht. Das Urbild der Familie ist seit Jahrtausenden als Vater-Mutter-Kind in uns angelegt.Wenn man dieses Bild aus seiner archetypischen Struktur „herausoperiert“ und durch einen rationalen Fremdkörper ersetzt, ist das ein tiefer Eingriff in die menschliche Seele, der gewaltige Umstellungen erforderlich macht. Unsere Anpassungsfähigkeit ist aber seit Jahrzehnten belastet durch die Schnelllebigkeit technischen Fortschritts, das Verblassen gemüthafter Kräfte und die Integration fremder Kulturen in unseren gewachsenen gesellschaftlichen Organismus.





