Sonntag, 16. Oktober 2011

#globalchange am 15. Oktober





Wir sind die 99%

Ein Baustein im weltweiten Protest für „Echte Demokratie“ und gegen Bankenrettungspakete und Sozialabbau war am Samstagnachmittag die Ulrichswiese
im Herzen von Magdeburg. 400 Menschen folgten der Einladung eines breiten Bündnisses, um an verschiedenen Aktionen im Rahmen der Proteste teilzunehmen und zu zeigen: „Wir sind die 99%“. Die Stände waren ebenso bunt wie die Teilnehmer_innen, so stand die Rosa-Luxemburg-Stiftung neben ver.di und der Offenen Heide. Bei der Montagsdemo gab es heißen Kaffee und die KüfA verteilte warmes Essen.

An einer durch die Teilnehmer_innen beschriebene Empörungstafel war zu lesen: „weltweiter Protest für einen neue Menschlichkeit“ und „1% der Bevölkerung in D.: 1,8 Billionen € Guthaben -> 1,8 Billionen öffentliche Schulden in D. -> Steuergerechtigkeit!!!“

Auch die Redner_innen am „Offenen Mikrofon“ gingen auf Themen wie Bankenrettungspaket und Verteilungsgerechtigkeit ein. So sagte Wulf Gallert „wir haben


in Europa keine Schuldenkrise, wir haben in Europa eine Verteilungskrise und wenn wir diese Krise bewältigen wollen, brauchen wir ein gerechtes Verteilungssystem in der Bundesrepublik Deutschland und in Europa. Und wir brauchen den Reichtum der Reichen für diese Gesellschaft.“




Eine Weltkarte (das Projekt der Linksjugend & SDS Magdeburg), auf deren Ungerechtigkeiten und undemokratische Zustände verzeichnet waren, wurde mit Farbe demokratisiert. Eine neue, eine buntere Welt war das Ergebnis. Und so können auch die weltweiten Proteste zu einer bunteren, zu einer demokratischeren und gerechteren Welt führen.


Linksjugend und SDS Magdeburg waren maßgeblich an der Organisation, Planung und Durchführung des Aktionstages beteiligt. Im Juli holten wir die Bewegung nach Magdeburg. Inzwischen ist daraus ein breites Bündnis mit vielen tollen und engagierten Menschen entstanden. Wir machen weiter, der 15. Oktober war der Startschuss für globalen Wandel! Millionen von Menschen gingen gestern auf die Straße, um mehr Demokratie zu fordern und den Konzernen, Lobbyisten, Mächtigen, Finanzmärkten und Banken die Stirn zu bieten. Millionen von Menschen plagen die gleichen Sorgen, Millionen Menschen empören sich über die gleichen Missstände dieser gemeinsamen Welt. Dies ist ein historisches Moment, eine historische Chance. Lasst uns sie nutzen und die Welt verbessern, lasst uns die Straßen und Plätze nehmen, um dem einen Prozent zu zeigen: WIR sind die 99%, WIR wollen bestimmen, nicht nur mitbestimmen und alle paar Jahre ein Kreuz ohne Bindungswirkung machen! 

Freitag, 14. Oktober 2011

„Wir lassen uns nicht kriminalisieren oder spalten – wir werden Naziaufmärsche weiter blockieren!“

13. Oktober 2011 – Im vergangenen Februar verhinderten rund 20.000 AntifaschistInnen erfolgreich mit Massenblockaden einen der größten Naziaufmärsche in Dresden. Darunter waren auch viele Aktive des Studierendenverbandes Die Linke.SDS. Dieser zeigt sich nun geschockt über die laufende Welle der teils rechtswidrigen Ermittlungen und Übergriffe durch die sächsischen Behörden, die heute um erneute Hausdurchsuchungen bei Blockadeteilnehmern ergänzt werden.


Bereits letzte Woche hat das Amtsgericht Dresden die Durchsuchung einer Anwaltskanzlei im „Haus der Begegnung“ am Abend des 19. Februar für Rechtswidrig erklärt. Die Polizei hatte in der Parteizentrale der Dresdener LINKEN nach angeblichen Organisatoren von Gewalttaten auf den Demonstrationen gesucht. Die großflächige Überwachung von Handys während der Blockaden hat bereits für einen Skandal gesorgt. Doch die sächsischen Behörden lassen bleiben auf ihrem Kurs und versuchen mit teils rechtswidrigen Methoden weiterhin um jeden Preis den antifaschistischen Protest zu kriminalisieren: Am Mittwoch wurde ein Verfahren gegen einen Teilnehmer der
Blockaden nach nur zwei Stunden ausgesetzt, weil die Ermittlungsgrundlage zu dünn ist. Eine Allianz von CDU, FDP und der NPD hat heute die Immunität des LINKEN-Fraktionsvorsitzenden im sächsischen Landtag, André Hahn, aufzuheben, da er sich im Vorjahr an den Blockaden beteiligt haben soll.  Dergleichen widerfuhr bereits dem Fraktionsvorsitzenden der Thüringer LINKEN, Bodo Ramelow. In die Welle der Repression reihen sich auch die heutigen Hausdurchsuchungen bei Blockade-Teilnehmern und Aktiven des  Bündnisses ein.


„Die Ermittlungen der sächsischen Behörden sind klar politisch motiviert! Es geht darum, ein Exempel zu statuieren und antifaschistischen Protest zu kriminalisieren. Um jeden Preis soll verhindert werden, dass auch an anderen Orten couragierte Menschen über politische und soziale Differenzen hinweg  zivilen Ungehorsam begehen, um Neonazis-Aufmärsche zu verhindern. Die Staatsanwaltschaft Dresden macht sich zu Handlangern der Nazis“, so Paula Rauch; Geschäftsführerin von Die Linke.SDS und weiter: „Wir werden uns aber durch keine Hausdurchsuchung und kein Scheinverfahren abschrecken lassen! Im kommenden Februar werden wir die Nazis in Dresden wieder blockieren. Wir lassen uns nicht spalten und kriminalisieren, sondern werden weiterhin für breite Massenblockaden von Gewerkschaften und Parteien über zivilgesellschaftliche- bis hin zu Antifa-Gruppen kämpfen und uns Nazis in den Weg setzten, wo auch
immer sie marschieren wollen!“

Rückfragen und mehr Informationen:

Paula Rauch: paula.rauch@linke-sds.org 0171 6980016
www.linke-sds.org www.dresden-nazifrei.com

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Bundeswehr raus aus Afghanistan - zivil helfen!


Die Hochschulgruppe SDS.Die Linke Magdgeburg und die Jugendgruppe
Linksjugend ['solid] Magdeburg rufen anlässlich des 10. Jahrestages des
Afghanistan-Krieges zu Protesten auf.


Jugend- und Hochschulverband veranstaltet zum 10. Jahrestag des Beginns des
Afghanistan-Krieges einen Info-Stand, um der Forderung nach einem schnellen
Ende des Krieges Nachdruck zu verleihen.



SDS.Die Linke & Linksjugend ['solid] Magdeburg erklären:


Der Krieg in Afghanistan ist seit dem Einmarsch der USA und ihrer Verbündeten im Jahr 2001 immer weiter eskaliert. Von einer Befriedung kann keine Rede sein. In Afghanistan sind inzwischen über 130.000 NATO-Soldaten stationiert. Dazu kommen 130.000 bis 160.000 private Söldner und Mitarbeiter von Sicherheitsfirmen. Die Kampfhandlungen und die Zahl der Toten, sowohl von Soldaten als auch Zivilisten, steigen von Jahr zu Jahr. Das Jahr 2010 war das blutigste seit Beginn des Krieges.


Die Kriegskosten belaufen sich allein für Deutschland auf 17 Milliarden Euro, weitere 5 Milliarden Euro kommen bis 2014 noch hinzu. Im selben Zeitraum wurden gerade einmal 584 Millionen Euro an deutschen Hilfsgeldern ausgezahlt.


Am 7. Oktober 2011 jährt sich der Beginn des Afghanistankrieges zum 10. Mal. Die Bundesregierung nimmt dieses traurige Jubiläum zum Anlass, um im Rahmen der internationalen Afghanistan-Konferenz am 5. Dezember in Bonn über das weitere Schicksal des Landes zu beraten. Dort sollen die Weichen für einen angeblichen Truppenabzug und eine neue „Friedensperspektive“ gestellt werden. Doch hinter diesen Worthülsen verbirgt sich nicht mehr als eine große PR-Show der NATO-Staaten.


Die angekündigten Maßnahmen zur Afghanistan-Konferenz klingen gut, sind aber
in doppelter Hinsicht Augenwischerei. So wird ein Truppenabzug bis zum Jahr 2014 verkündet, in Wahrheit will die NATO den Krieg bis noch 2014 ausweiten. Damit sind drei weitere Jahre Krieg und Zerstörung mit vielen Toten und Verletzten garantiert. Und ab 2014 sollen laut NATO mindestens 50.000 ausländische Soldaten dauerhaft in Afghanistan stationiert bleiben.


SDS und Linksjugend ['solid] nehmen die Afghanistan-Konferenz der
Bundesregierung zum Anlass, um am 3. Dezember in Bonn gemeinsam mit vielen
anderen Organisationen der Friedensbewegung für den Frieden und einen sofortigen Abzug der Invasions-Truppen zu demonstrieren und am 4. Dezember auf einer Gegenkonferenz für zivile Alternativen zur Fortsetzung des Afghanistan-Krieges zu werben.


Weitere Informationen:
http://www.linke-sds.org
http://www.afghanistanprotest.de

Dienstag, 4. Oktober 2011

Feierliche Immatrikulation an der FH

Wir begrüßen die Worte des Rektors der Hochschule Magdeburg-Stendal Prof. Dr. Andreas Geiger zur Feierlichen Immatrikulationsveranstaltung am 4. Oktober 2011.

So wurde vermittelt, dass es das „ureigene Interesse der Hochschulen des Landes sein [muss], gegen jegliche ausländerfeindliche Bestrebungen deutlich Stellung zu beziehen“. Dem schließen wir uns an, und rufen auf, faschistischem Gedankengut an jeder Stelle offen entgegenzutreten und entgegenzuwirken.
Ebenso wurde die Bedeutung der kritischen – und damit unabhängigen - Wissenschaft hervorgehoben, als verlautet wurde: „Sie werden hier nicht darauf vorbereitet, die passenden Antworten zu kennen, sondern die richtigen Fragen zu stellen. Und wirklich allem gegenüber kritisch zu sein.“  
Wir unterstützen diesen Wunsch, doch bleiben ebenso kritisch, wenn es darum geht, wie man diesen Anspruch mit einer „dienstleistungsorientierten Hochschule“ (ebenso Zitat Geiger) vereinbart.
„Die Hochschule erhält ihre Ausbildungsimpulse nicht unwesentlich, von ihren in der Praxis agierenden Partnerunternehmen. […] seien es die Ausbildungsinhalte, welche benötigt werden“.  
Die studentische Verantwortung wurde in der Form betont, welche wir ebenso auch auf unsere Broschüren schreiben könnten: „Ich will sie daher ausdrücklich ermuntern, wach und neugierig durch ihr Studium zu gehen. Ecken sie an, dass hat ihnen in der Schule wahrscheinlich nie jemand gesagt, hinterfragen sie Sachverhalte, fordern sie ihre Dozentinnen und Dozenten zu Diskussionen auf, und beschränken sie sich nicht nur auf das notwendigste, sondern blicken sie auch über den Horizont der eigenen Fachrichtung hinaus.“
Ebenso bemerkt wurden die niedrige Wahlbeteiligung der Studierenden, welche in den letzten Jahren „bei der Gremienwahl auf ein erschreckendes Maß zurückgegangen“ ist. Kann es sich eine demokratische Gesellschaft leisten, nur mittels Bockwurst-Gutscheinen zur Wahl-Urne bewegt zu werden? Der Aufruf, sich in der studentischen Selbstverwaltung zu engagieren, und dies „ruhig sogar als Erstsemester“ („denn wer, wenn nicht sie, hat einen frischen, unvoreingenommen Blick auf die Durchsetzbarkeit ihrer Interessen“) wird unsererseits geteilt und damit unterstützt, indem wir als SDS aktiv sind, und die Hochschule als Ort demokratischer Teilhabe vorantreiben wollen.

Wir wünschen somit allen Studierenden, insbesondere den Erstsemestern, einen guten Start in das neue Semester, sowie einen erfolgreiches Studium.
Ihr seid herzlich eingeladen, ruhig einmal bei uns vorbeizuschauen, um gemeinsam zu diskutieren, sich zu engagieren oder einfach nur mal reinzuschnuppern
Einmischung ist keine Frage des Studiums, ob Mathematik, Maschinenbau, Sozialwesen, Geschichte uvm. – bei uns findet ihr Studierende aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen und Menschen mit vielfältigen Interessensgebieten.

Montag, 3. Oktober 2011

Die neue Critica kommt

Pünktlich zum neuen Semester-Anfang erscheint die "critica extra - Spezial: Semesterstart" des SDS-Bundesverbandes.

>> Die 2-seitige PDF könnt ihr hier herunterladen:
>> Critica - Erstsemester - Spezial



Die Themen umfassen:


Allein machen sie dich ein
Prüfungsdruck, überfüllte Hörsäale, keine Kohle, damit du nicht im Einmachglas landest, braucht es mehr, als ein optimiertes Zeitmanagement

Das passiert im Wintersemester:
- Bildungsstreik
- Studierendenkonferenz
- Afghanistankonferen

Der SDS in der Praxis: fünf Finger ... eine Faust


>> Die 2-seitige PDF könnt ihr hier herunterladen:
>> Critica - Erstsemester - Spezial

Sonntag, 2. Oktober 2011

Kein Werben fürs Sterben!

Krieg ist keine Berufsperspektive!


http://bundeswehrraus.files.wordpress.com/2011/08/zeitung_bwraus_halbrhein.pdf


Die Bundeswehr wirbt auf der Messe für Bildung und Berufsorientierung "Perspektiven" vom 7.10.11 bis 8.10.11 - Wir sagen ganz klar: Das geht so nicht!






Kein Werben fürs Sterben!
Bundeswehr raus aus den Schulen!
Ausbildungsplätze statt Kriegseinsätze!


8-Seitige PDF zum Thema
http://bundeswehrraus.files.wordpress.com/2011/08/zeitung_bwraus_halbrhein.pdf