Freitag, 5. Oktober 2012

Bejagung von Wildtieren im Stadtpark

Logo der Tierfreunde e.V.
Wir dokumentieren hier einen Leserbrief an die Volksstimme. Vor wenigen Wochen haben wir den Kontakt zwischen Tierrechts-Aktivist_innen und Stadtratsfraktion der LINKE/Tierschutzpartei hergestellt. Am gestrigen Tag brachte die Fraktion einen Antrag zum Thema "Bejagung der Wildschweinpopulation im Stadtpark" ein. Scheinbar hat das CDU, SPD/Future und FDP nicht interessiert:


Betr.: Stadtratssitzung am 4.10.2012
Sehr geehrte Damen und Herren,
am 4.10.2012 habe ich als Mitglied unserer Ortsgruppe die tierfreunde e.V. die Sitzung des Magdeburger Stadtrates als Zuschauerin verfolgt. Wichtig war mir nur der Tagesordnungspunkt zum Neuantrag „Wildtiere im Stadtgebiet“ von Stadtrat (SR) Josef Fassl von der Fraktion Die Linke/Tierschutzpartei, bezugnehmend auf die von der Stadtverwaltung geplante Bejagung der Wildschweine im Stadtpark Rotehorn.

Dienstag, 2. Oktober 2012

Olvenstedt: "Neues" Wappen mit brauner Vergangenheit

Curt von Ulrich (NSDAP) [4]
Einige BürgerInnen des Magdeburger Stadtteils Olvenstedt, die sich in der Arbeitsgruppe für Gemeinwesenarbeit (GWA) engagieren, zeigen sich dieser Tage besonders "heimatverbunden". In der Volksstimme ist heute zu lesen, dass sich die GWA darauf verständigt hat, eine Flagge zu entwerfen, die der "Heimatverbundenheit" Ausdruck verleihen soll. Diese Flagge ziert ein Wappen mit fragwürdigen historischen Wurzeln. Im Volksstimme-Artikel heißt es: "Das Wappen hatte Staatsarchivar Otto Korn (1898 bis 1955) für das damalige Bördedorf Olvenstedt entworfen. Im Juli 1937 ist das Konterfei durch den Oberpräsidenten der Provinz Sachsen verliehen worden. Künftig wird die Flagge Gärten und Höfe zieren und soll bei Veranstaltungen den heutigen Stadtteil repräsentieren, der 1979 von Magdeburg eingemeindet wurde." [1].

1937? Mit dem entsprechenden Bauchgefühl und einer etwa 30-sekündigen Recherche konnten wir dank Wikipedia herausfinden, wer denn dieser Oberpräsident der Provinz Sachsen gewesen ist, der dem damaligen Bördedorf ein Wappen verlieh: Curt von Ulrich, überzeugter Nationalsozialist, NSDAP-Mitglied und Reichtagsabgeordneter für die NSDAP von 1930 bis Kriegsende.

Montag, 1. Oktober 2012

Neonazi-Aufmarsch der "Unsterblichen" in Halberstadt

Halberstadt, 01. Oktober 2012
Landesarbeitskreis Antifaschismus/Antirassismus der Linksjugend ['solid] Sachsen-Anhalt 

Am Abend des 30. September ereignete sich in Halberstadt, der Kreisstadt des Harzkreises, ein gruseliges Schauspiel neofaschistischer Agitation und Propaganda. Nach Informationen einiger Einwohner_innen Halberstadts zogen zwischen 50 und 70 mit weißen Masken vermummte und Fackeln tragende Neonazis durch die Altstadt (Voigtei). Dabei gaben sie rechte Parolen von sich und warfen vereinzelt Böller. Der Aufmarsch endete so plötzlich, wie er gekommen war.

Diese Aktionsform geht zurück auf das Kameradschafts-Netzwerk "Spreelichter", von dem es mittlerweile mehrere Ableger, wie etwa die "Elblichter" in der Region rund um Magdeburg, gibt. Die plötzlichen Aufmärsche sind prinzipiell unangemeldet. Die Teilnehmer_innen verabreden sich konspirativ. Eine öffentliche Mobilisierung gibt es nicht. Sinn und Zweck der Aufmärsche der "Unsterblichen" ist vor allem, vermeintliche Macht und Stärke zu demonstrieren, einzuschüchtern und Angst zu verbreiten.

LIMA regional in Magdeburg

Die linke Medienakademie an der Otto-von-Guericke-Universität


Bereits zum dritten Mal organisiert die LIMA e.V. in Kooperation mit dem Studierendenrat (StuRa) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) Sachsen-Anhalt die LiMAregional am 12. und 13. Oktober in Magdeburg.

Die LiMAregional ist Ihre „Medienakademie vor Ort“. bei der Medienmacher für Weiterbildung, politische Diskussionen und Networking zusammen kommen.Maßgeschneiderte Kurse für Starter, Fortgeschrittene und Experten bringen ehrenamtliche und hauptamtliche Journalisten und Öffentlichkeitsarbeiter, klassische und neue Medien zusammen. Nicht nur die Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten gehören zum Anliegen der LiMAregional, sondern auch eine kritische Auseinandersetzung mit der derzeitigen Medienlandschaft.

Schüler/innenund Studierende können die Workshops kostenfrei besuchen.

Aktionstage gegen Frauenhandel

Morgen (02.10.2012) beginnen die Aktionstage gegen Frauenhandel in Magdeburg, die von der »Fraueninitiative Agatha Power« und knapp einem Dutzend weiteren Organisationen und Initiativen, wie auch von Einzelpersonen unterstützt, ausgetragen werden.

Die vom 02.10. bis 25.10. andauernden Aktionstage sind dabei wie folgt geplant:

02.10. - 13.10., Frauenzentrum Courage
Wanderausstellung zum Thema Frauenhandel »Ohne Glanz und Glamour« von Terre des Femmes


UmFAIRteilen, FAIRgesellschaften, Kapitalismus abschaffen



Am Samstag, den 29.09.12 gingen deutschlandweit 40.000 Menschen auf die Straße und beteiligten sich an den UmFAIRteilen-Aktionen in ingesamt 40 Städten. In Berlin gab es mit 5000 Demonstrant_innen die größte Demonstration. 5000 sind nicht sehr viel.